9.Unerwartete Hilfe

Die Konoha-Shinobi versuchten inzwischen der Angreifer habhaft zu werden. Allerdings hatten diese Verstärkung durch die Otogakure Bodentruppen Shinobi erhalten. Bald wurde überall in den Straßen gekämpft.

"Verdammt! Die Vögel sind eine echte Plage!" knurrte Shikamaru. "Und ich kann sie mit meinem Schattenjutsu nicht erreichen! Sie sind zu schnell!"
"Ja-und man muss aufpassen, das sie nicht Etwas auf einen fallen lassen!-Schrecklicher Gedanke!" schüttelte sich Ino.
"Wenn einer von den Viechern das wagt, verstopfe ich sein Hinterteil mit meinem Kunai!" knurrte Izumo.

Naruto hockte immer noch zitternd in ihrem Versteck und lauschte. Doch hier unten drangen keine Kampfgeräusche zu ihr durch.

Kakashi hatte versucht, mit seiner neu erlernten Sharingan-Fähigkeit, die er schon bei Deidara eingesetzt hatte, einen der Habichte und seinen Reiter in eine andere Dimension zu ziehen, scheiterte aber an der Größe des Vogels.
"Mist! Das Biest ist noch größer als Deidaras Ton-Eule damals! Für so große lebende Objekte brauche ich zu viel Chakra!"
"Lass nur, Siberschopf, ich kümmere mich um den Geier samt seinen Reiter!" knurrte Vegeta.
"Okay, ich überlass ihn Dir, Sayajin."

Ein feuerroter Strahl durchschnitt die Luft und erwischte den Vogel an den äußeren Schwungfedern.
Kreischend scherte der Habicht zur Seite aus, sein Reiter fluchte.
"Was zur großen Schlange war das?"
Dann entdeckte der Oto-Shinobi die Silouhette eines flammenhaarigen Kriegers auf dem Dach eines noch intakten Gebäudes.
"Ich hab es nicht gern, wenn man mein Haus demoliert!" knurrte Vegeta.
"Hast Du Toris Federn angesengt? Dich mach ich alle, Du Zwerg!"
"Zwerg?!" Vegeta glaubte sich verhört zu haben.
"Los, pack ihn Dir, Tori! Reiß ihn in Stücke!" feuerte der feindliche Shinobi seinen Habicht an.
"Na warte...." grollte Vegeta, sprang in der Super-Sayajin-Level und konzentrierte Chakra in seiner rechten Faust. Gleichzeitig vollführte der feindliche Shinobi einige schnelle Fingerzeichen.
Aber auch Vegeta blieb nicht untätig. Er hatte in der Zeit, seit er unter den Ninjas lebte, einige Fingerzeichen mit seinen Attacken kombiniert, weil er bemerkt hatte, das sich sein Chakra so gezielter steuern ließ. Vegetas flinke Hände formten drei Fingerzeichen, dann legte er beide Handflächen nebeneinander.
"Gallic-Ho no Jutsu!"
Ein gleißender Strahl entlud sich aus seinen Handflächen und schoß auf den großen Vogel zu.
"Uah! Was ist das? Tori! Ausweichen!"
Aber es war schon zu spät. Der pure Energiestrahl traf sein Ziel und schleuderte Habicht und Reiter himmelwärts und außer Sicht. Dann hörte man in der Ferne eine Explosion.
"Einer im Sack, blieben nur noch sechs!" grinste Vegeta.

"Verdammt! Das waren Jaten und sein Habicht Tori!" fluchte ein anderer Habichtsreiter, als er die Explosion und das schrille Kreischen vernommen hatte. Die Habichte begannen unruhig zu werden.
"Ruhig, Junge! Dieser Mistkerl! Den kauf ich mir!"
"Warte, Karaso! Hast Du nicht die Attacke gesehen? Die haben extrem starke Shinobi hier! Orochimaru hat uns vor denen doch gewarnt!"
"Er hat gut daran getan, es zu tun!"
"Wa-"
Plötzlich schoß hinter den Schwanzfedern des Habichts eine schwarzhaarige Gestalt empor und auf den Reiter zu.
"Ihr werdet Naruto nicht kriegen!" rief Goku und holte mit seiner Faust aus. Im nächsten Moment segelte Karaso aus dem Sattel und in Richtung Boden. Seines Reiters beraubt, schoß der Habicht kreischend davon.
Sein Kamerad wollte ihn noch mit seinem Reittier auffangen, doch Goku schnappte sich den feindlichen Shinobi in der Luft und schmetterte ihn zu Boden. Ein kleiner Krater entstand.
"Das gibts doch nicht! Der hat Karaso ungespitzt in den Boden gerammt...und den Sturz auch noch überlebt, ohne eine Macke! Ich muss die anderen warnen!"
"Du bleibst schön hier, Oto-Abschaum!"
Plötzlich war der verbliebene Habicht samt Reiter von einem dichten Vogelschwarm umgeben, der ihm die Orientierung nahm. Der Raubvogel kreischte wütend und hieb nach den Störenfrieden.
"Verdammt! Ich kann kaum was erkennen!" fluchte der Oto.

Ein Konoha-Shinobi mit einer dunklen Brille war der Urheber dieses Jutsus.
Den Moment der Verwirrtheit nutzte ein weiterer Konoha Shionobi und griff den Reiter an. Er tauchte aus dem Gewirr der schwarzen, unzähligen schlagenden Flügel vor dem Oto auf, der Gegner reagierte zu spät.
"Schwarze Klinge!"
Zwei gezielte Streiche-und der feindliche Shinobi stürzte aus dem Sattel und in die Tiefe. Als er auf einem Hausdach aufschlug, war er bereits tot. Auch der zweite Habicht, seines Reiters und Herrn beraubt, ergriff kreischend die Flucht.
"Und ein weiterer im Sack!" knurrte ein älterer Konoha-Shinobi mit kurzem blonden Haar und ließ sein Katana in seine Scheide zurückgleiten.

Zur gleichen Zeit hatte der Feind das Krankenhaus gestürmt und durchsuchte alle Gänge und Zimmer. Der Anführer der Nightwing hielt mit einem Kameraden im Hof die Stellung.
"Hier ist niemand! Die Kranken wurden bereits alle evakuiert!" rief einer der Oto-Ninjas, welcher aus einem Krankenzimmer stürmte.
"Seht auch im Keller nach! Vielleicht verstecken sich noch welche hier!"

Naruto kauerte zitternd hinter einem Heizungsrohr in ihrer Faust einen Kunai. Wenn sie doch nur ein paar ihrer Schattendoppelgänger hervor rufen könnte!

"Hey, die Tür hier ist verriegelt!"
"Aufbrechen!"
"Scheiße! Gleich haben sie mich!" fluchte Uzumaki und fasste den Griff ihres Kunai fester.
Wenige Augenblicke später flog die Tür auf und zwei feindliche Ninja stürmten den Raum.
Einer entdeckte sofort Narutos lange blonde Haare, die ein Stück hinter dem Rohr hervorstanden.
"Wir haben sie!" triumphierten die Otos. "Ja, das muss sie sein. Blonde Haare und sie ist schwanger."
Naruto wich zur Wand zurück und hob drohend ihre Waffe.
"Komm, Kleine, Du und dein Baby werden eine kleine Reise machen." sagte einer der beiden maskierten Oto-Shinobi.
"Verschwindet!" fauchte Uzumaki.
"Die will nicht kampflos aufgeben. Entwaffne sie, aber seit vorsichtig, ihr darf nichts geschehen! Wir bringen sie dann sofort nach oben zu Kayoku!"
Naruto gelang es zwar einen der Otos zu verletzen, doch sie war zu schwerfällig und so war es ein leichtes, sie zu überwältigen. Der Kunai wurde ihr entwunden und einer der beiden feindlichen Ninjas begann ihr die Arme und Beine zu fesseln.
"Nein.." schluckte Naruto, Tränen liefen über ihr Gesicht.

"GAROGA!"
Plötzlich fegte ein Wirbelwind in den Raum und schmetterte den ersten Gegner durch die Wand.
"Verdammt, was war das?"
"Kiba!" rief Uzumaki erleichtert.
Der zweite feindliche Ninja ließ von Naruto ab und begann mit Fingerzeichen für ein Jutsu. Doch er schaffte es nicht, es zu vollenden, denn plötzlich schoß ein weißer Schatten heran, der Oto-Shinobi spürte, wie sich spitze Zähne um seinen Hals schlossen!
"Akamaru!"
Knurrend rang der große Hund den Mann zu Boden und biss zu.

"Naruto! Alles in Ordnung?"
"Ja, Kiba! Ihr seid im letzten Moment gekommen! Scheiße! Ich bin völlig wehrlos! Nicht mal gegen die zwei Pfeifen da konnte ich was ausrichten!" schluchtzte sie.
"Schon gut, beruhige dich wieder. Jetzt bringen wir dich erst mal weg von hier. -Akamaru!"
Schnell war Uzumaki wieder von den Fesseln befreit und Kiba hob sie auf den Rücken seines Hundes.
"Halt dich gut fest!"
Die drei eilten in das Erdgeschoss zurück.
"Der Geheimgang in die Schutzräume ist verschüttet! Wir müssen über den Hof, um von hier wegzukommen!" knurrte Kiba. Hin und wieder riskierte er einen Blick vom Gang aus durch die Zimmerfenster, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
"Wir müssen ganz nach hinten! Vielleicht können wir von dort unbemerkt fliehen." erklärte der Inuzuka. "Komm, Akamaru!"
Der Gang endete vor einer türlosen Wand.
"Kazuga!"
Im nächsten Moment befand sich ein Loch in der Mauer. Kiba und Akamaru mit seiner Bürde sprangen ins Freie. Doch Ihre Flucht blieb nicht unbemerkt.
"Hey! Da! Die wollen abhauen!" rief Kayoku.
"Scheiße!" fluchte Kiba, sein Hundekamerad knurrte drohend. Der Inuzuka-Shinobi überlegte kurz.
"Naruto! Steig ab und leg dich auf den Rücken!"
"Was?"
"Mach schon!"
"Na gut."
Uzumaki ließ sich rücklings vorsichtig auf dem Boden nieder.
"Akamaru, stell dich über sie."
Der große Hund folgte seiner Aufforderung.
"Okay.-Naurto, häng dich unter Akamarus Bauch und krall dich so fest Du kannst in sein Fell! Er bringt dich in Sicherheit und so bist Du vor herumfliegenden Kunais und anderen Geschossen geschützt!"
"In Ordnung."
Uzumaki griff in das dichte Fell des Hundes und verhakte ihre Beine über seinen Rücken. Plötzlich stieß der große Hund ein warnendes Knurren aus.
"Ich habe sie gesehen, Kumpel. Sie sind gleich da!" rief Kiba.
Eine Gruppe von vier feindlichen Shinobi näherte sich von links. Über ihnen kreisten die zwei  Felsenhabichte.
"Da ist sie! Das blonde Mädchen! Holt sie euch!" hörte Kiba den Anführer rufen.
"Die haben es wirklich einzig auf Naruto abgesehen! -Lauf wie der Wind, Akamaru!" rief Kiba. "Bring Naruto in Sicherheit! Zu den Anderen!"
Der Hund winselte.
"Ich komm schon alleine klar! Narutos Sicherheit ist wichtiger! Lauf! Und Du Naruto, lass auf keinen Fall los!"
Ein kurzes Bellen, dann hetzte der weiße Hund mit großen Sprüngen davon. Kiba machte sich bereit, die Gegner so lange wie möglich aufzuhalten.

Der große Hund wusste genau, wo es noch Zugänge zu den Schutzräumen gab. Doch überall in den Straßen wurde nun gekämpft und und bald hatten sie wieder eine Gruppe feindlicher Shinobi auf ihren Fersen. Narutos lange blonde Haare waren einfach zu auffällig.
"Da! Der Hund trägt das Mädchen! Schnappt euch den Köter!" rief einer der verbliebenen Habichtsreiter. "Kayoku! Das Objekt flieht in die Wälder!"
"Nehmt die Verfolgung auf!"
"Verstanden, wir-UUUAAAAH!"
"Setsan? Setsan!- Verdammt! Ihn hats auch erwischt!"
Nur noch statisches Rauschen drang aus dem Ohhörer des Funkgeräts.
Akamarus Instinkt sagte Ihm, das er vielleicht in den Wäldern eine Chance hätte, seine Verfolger abzuhängen. Der Hund kannte das Areal bestens, er besaß den Heimvorteil. Also hetzte er mit großen Sprüngen durch ein Loch in der Mauer und in die Wälder.

"Kayoku!"
"Was gibts, Daijta?"
Eine Frau brachte ihren Habicht neben den des Anführers.
"Wir haben über die Hälfte der Nightwing-Einheit verloren! Diese Konoha Shinobi sind harte Brocken! Außer mir und Dir ist nur noch Katto am Leben! Und dem wurde von einem gegnerischen Jutsu fast der rechte Arm abgetrennt!"
Der Anführer stieß einen Fluch aus.
"Die Teams 5-12 sollen sich zurückziehen und zur Basis zurückkehren! Der Rest nimmt die Verfolgung der Flüchtenden auf! Wir versuchen sie von oben zu orten!"
"Das wird schwierig. Das Laubdach der Bäume ist dicht..."
"Du weißt aber, was uns blüht, wenn wir versagen..." knurrte Kayoku.
Daijta nickte düster. Dann gab sie über Funk die entsprechenden Befehle an die Anführer der Bodenteams weiter.

"Hey, die ziehen sich zurück!" rief Son-Goku.
"Kami sei Dank!"
"Ich hoffe nur, Naruto ist in Sicherheit."
"Son-Goku! Sensei Kakashi!"
Kiba kam auf die Beiden zugehumpelt.
"Was gibt es? Wo ist Akamaru?"
"Ich habe ihn mit Naruto weggeschickt, damit er sie in Sicherheit bringt."
"Sakura!"rief Kakashi über Funk.
"Was ist?"
"Der Feind zieht sich zurück. Ist Naruto mit Akamaru bei Dir eingetroffen?"
"Nein, ich hab schon überall nachgefragt."
"Oh-verdammt..."
"Was ist, Sensei?" fragte Kiba.
"Akamaru ist mit Naruto noch immer nicht in den Schutzräumen eingetroffen."
"Dann hat er sie sicher woanders hingebracht, weil er bestimmt verfolgt wurde!"
Im selben Moment traf Shikamaru mit der Meldung ein, das sich nur ein Teil der Feinde in Richtung Otogakure zurückzog, ein kleinerer Teil hatte eine andere Richtung eingschlagen.
"Die verfolgen bestimmt Akamaru und Naruto!" rief Kiba. Kakashi nickte. "Dann brauchen wir wohl Verstärkung." murmelte er und beschwor seine Ninja-Hundemeute.
"Jungs, ihr müsst nach Akamaru und Naruto suchen. Nehmt euch aber vor den Otos in Acht!"
"Verstanden, Boss!" nickte Pakkun. "Akamaru hat sicher falsche Spuren gelegt, er ist ein echter Profi darin geworden. Doch wir stöbern Ihn schon auf."
Kurz darauf stießen auch Tsume und Hana mit ihren Wolfshunden zu den Versammelten.
"Kunomaru, glaubst Du, Du findest die richtige Fährte?"
"Das werde ich!"
"Oh-wenn der Kleinen was passiert, gehe ich nach Otogakure und reiße dieser Schlange eigenhändig den Kopf ab!" knurrte Tsume und ballte drohend die Fäuste. "Unser ganzes Dorf so in Aufruhr zu versetzen! Und das, wo es jeden Tag bei Naruto soweit sein kann!"

Zur selben Zeit, im Büro von Tsunade...
"Die Oto-Ninjas waren einzig und allein hinter Naruto her?"
"Ja. Deshalb auch der Angriff auf das Krankenhaus. Ich bin sicher, Orochimaru hat von Narutos Verwandlung und Umständen erfahren. Eine feindliche Gruppe verfolgt die Flüchtenden in den Wäldern. " erstattete Shikamaru Bericht.
"Orochimaru! Für diesen Angriff wirst Du noch büßen!" knurrte die Hokage.

Selbst Jiraiya hatte es sich nicht nehmen lassen, das Team bei der Verfolgung zu begleiten. Als Medi-Nin war Sakura mit von der Partie, Ino musste die Verletzen im Dorf versorgen. Unterwegs gelang es Ihnen, einige der feindlichen Shinobi auszuschalten. Aber von Akamaru und Naruto fehlte jede Spur...

Der große, weiße Hund, hatte seine Verfolger abschütteln können. Allerdings hatte er dabei auch etwas abbekommen. Ein Kunai steckte in seinem Hinterlauf, doch er hielt nicht an.
"Akamaru! Bleib stehen, ich kann nicht mehr! Wir brauchen beide eine Pause!" rief Naruto, die Ihre Arme und Beine kaum noch spürte. Plötzlich zuckte sie zusammen. Ein scharfer Schmerz jagte durch Ihren Bauch, dann fühlte sie etwas Feuchtes über Ihre Beine laufen.
"Oh nein! Genau wie Tsunade gesagt hat! Das muss wohl bedeuten, das dieses Fruchtblasending geplatzt ist...jetzt geht es richtig los! Akamaru! Akamaru, Du musst sofort stehenbleiben!" rief sie panisch.  
Der Hund hielt vor einem großen, alten Baum und Naruto ließ sich erschöpft ins Gras sinken.
"Scheiße! Es geht los! Oh Akamaru! Mein Kleines, es will rauskommen! Was mach ich jetzt nur?"
Der Hund winselte und stieß sie sanft an. Dann wies er mit seiner Schnauze zu dem alten Baum.
"Da ist ja soetwas wie eine Öffnung... eine kleine Höhle...verstehe. Bitte Akamaru, Du musst Hilfe holen!"
Der Hund bellte. Als Naruto bemerkte, das er den rechten Hinterlauf nicht mehr richtig aufsetzte, bemerkte sie das Kunai.
"Warte, ich zieh das Ding raus."
Vorsichtig entfernte sie die Waffe und verband die Wunde notdrüftig mit einem Fetzen Ihres Kleides.
"Glaubst Du, Du schaffst den Weg zurück?"
"Wruff!" gab der Hund mit einem Kopfnicken zurück.
"Dann lauf."
Zuerst zögerte der Hund noch. Er wollte die Person, die man ihm anvertraut hatte nicht ohne Schutz zurücklassen. Doch er wusste, das er die anderen Shinobi holen musste. Also lief er, so schnell es sein verletzer Hinterlauf erlaubte, in Richtung Konoha zurück.

Ein weiterer Schmerz ließ Naruto sich zusammenkrümmen, als sie den mächtigen Stamm des alten Baumes erreicht hatte. Hier war der Wald am urwüchsichsten und dichtesten. Dicke Moospolster bedeckten den Boden, Ranken und langfaserige Pflanzen hingen von den Ästen.
In dem ganzen Trubel hatte Uzumaki nur eine Umhängetasche mit dem allernötigsten zusamenpacken können. In der Baumhöhle breitete sie eine mitgebrachte Decke aus.
"Mist! Die Wehen fangen schon an! Was mach ich nur? Sakura hat mir erklärt, wie das bei der Geburt von statten geht-aber ganz allein ohne Hilfe..."
Naruto schlang ihre Arme um ihren Körper und brauchte alle Willenskraft, um nicht wieder loszuheulen.

Akamaru machte es immer mehr Mühe, vorwärtszukommen. Der notdürftige Verband war bereits durchgeblutet und der große Hund konnte den verletzten Hinterlauf so gut wie nicht mehr aufsetzen. Wegen der Blutspur, die er jetzt hinterließ, hatte er immer wieder Umwege genommen, um etwaige Verfolger in die Irre zu führen. Zuletzt konnte er sich nur noch humpelnd auf drei Beinen fortbewegen. Zwei mal musste er sich vor feindlichen Shinobi verstecken. Eine Weile beobachtete er sie und huffte erleichtert, als er sah, das sich die Otogakure-Ninjas in die falsche Richtung fortbewegten. Langsam kroch Akamaru aus seinem Versteck und stillte an einem kleinen Bach seinen Durst. Er versuchte, mit seiner Zunge die Blutung ein wenig zu stillen, doch mit jeder Bewegung konnte die Wunde wieder aufbrechen.

Ein leises Rascheln ließ Naruto erschrocken hochfahren. Sie zückte den Kunai, den sie aus Akamarus Lauf gezogen hatte und hielt ihn drohend erhoben, bereit sofort zuzustechen, wenn ein Unbekannter hier eindringen sollte. Doch sie erlebte eine Überraschung.
"Nimm das Ding runter, Usuratonkanchi."
Diese tiefe kalte Stimme jagte Naruto einen Schauer über den Rücken. Ihre Augen weiteten sich, sie erstarrte.
"Sasuke!"schluckte sie.
Tatsächlich schlüpfte gerade der Uchia durch den Eingang und hockte sich vor seinem ehemaligen Teamkameraden nieder.
"Was machst Du hier?! Bist Du auch im Auftrag Orochimarus hier um mich zu suchen?" knurrte Uzumaki, den Kunai in der Faust.
"Nein, ich bin aus eigenen Stücken hier. Und jetzt tu das Ding da weg, bevor noch einer zu Schaden kommt."brummte Sasuke genervt. Erst jetzt legte Uzumaki den Kunai zur Seite.
"Was? Wieso-aber wie hast Du mich gefunden?"
"Nenne es einen Nebeneffekt unserer Bindung, die ja leider immer noch zwischen uns besteht." antwortete der Uchia kühl.
"Du...hast gespürt, das etwas nicht in Ordnung ist?"
Sasuke nickte nur stumm und setzte eine Tasche ab. Dann musterte er seinen ehemaligen Kameraden eine Weile stumm.
"So sind die Gerüchte also wahr. Du hast dich wirklich in ein weibliches Wesen verwandelt und trägst von Son-Goku ein Kind,das sich gerade vorbereitet, auf die Welt zu kommen. Reife Leistung. Und das mit achtzehn Jahren."
"Mach dich nur über mich lustig! Das kannst Du ja so toll!" fauchte Uzumaki. Dann zuckte sie wieder zusammen, als eine neue Wehe ihren Körper erfasste.
"Wie geht es Dir?" fragte Sasuke, bemüht, nicht zu besorgt zu klingen.
"Wie solls mir schon gehen, Teme! Ich hab ne scheiß Angst! -Was hast Du eigentlich vor?"
"Ich werde versuchen, Dir zu helfen. Denn es kann noch eine Weile dauern, bis Hilfe hier ist. Du bist ziemlich weit ab von den Üblichen Routen."
"Du hast doch keine Ahnung! Das ist hier keine Mission! Ich -kriege -ein Kind!" fauchte Naruto.
"So blöd bin ich auch nicht! Bei Kabuto liegen viele Bücher herum. Und manchmal, wenn Orochimaru keine Lust oder Zeit hatte, mit mir zu trainieren und ich auch keinen Bock darauf, hab ich halt meine Nase in ein Buch gesteckt, ganz im Gegensatz zu Dir, Dobe."
Naruto schnaubte verächtlich.
"Ich hab auf die schnelle ein paar Sachen aus Kabutos Labor zusammengepackt. Vor allem ein paar Handtücher."
Uzumaki begann zu kichern, während Sasuke den Inhalt seiner Tasche auf der Decke ausbreitete.
"Du willst echt Hebamme spielen? Hätt ich nicht von Dir gedacht, Teme!" gluckste sie."Vor allem weil Du mich bei unserer letzten Begegnung umbringen wolltest."
"Ich bringe keine Wehrlosen um." entgegnete der Uchia nur.
"Das ist wirklich sehr---AAAUUUUU!"
"Die Wehen kommen langsam immer öfters. Bald müsste es soweit sein. Es kann sich aber auch noch Stunden hinziehen."
"WAS?"
"Schrei hier nicht so rum! Sonst muss ich dich knebeln! Es sollen schließlich die anderen nicht wissen, wo wir sind! Ich riskier hier eigentlich meinen Kopf, für das was ich hier tue!"
"Warum tust Du es dann?"
"Das-das weiß ich selber nicht! Ich hatte auf einmal dieses Gefühl-und dann ging alles ganz schnell und schon war ich auf dem Weg hierher. Ich hab einen Schattendoppelgänger von mir im Versteck gelassen. Kabuto wird mein Verschwinden vorerst gar nicht bemerken. Und Orochimaru treibt sich wieder mal wer weiß wo rum!"
"Der Mistkerl sucht sicher nach mir! Er hat eine ganze-AIIIH-Truppe nach Konohagakure geschickt! Sie haben das Dorf überfallen, nur um mich zu holen!" knurrte Naruto.
"Hier, beiß da drauf. Dein Geschrei verrät uns noch. Ich weiß es ist nicht leicht, aber man darf uns nicht finden! Vorerst nicht." knurrte Sasuke.
Naruto biss auf den Knebel, den ihr der Uchia vorsichtig zwischen die Zähne schob.
Während er alles vorbereitete, war ein Teil seiner wachsamen Sinne nach draußen ausgerichtet.
Als nächstes legte er sein weißes Hemd ab und löste das dicke Seil, das seinen dunkelblauen Überwurf zusammenhielt.
"Was wird das?" grollte Naruto.
"Glaubst Du, ich will mir meine Sachen versauen? Außerdem dürfen Orochimaru und Kabuto nicht bemerken, was ich getan habe."
Zuletzt streifte er noch seine schwarzen Armlinge ab. Dann atmete er einmal tief durch und wandte sich wieder Naruto zu.
"So müsste es gehen...lehn dich nach hinten."
"Iiinngggg!"
"Schon alle drei Minuten! Dann ist es gleich soweit."
Sasuke studierte genau Narutos Gesichtszüge. Er musste den richtigen Moment abwarten um-
"Jetzt! Pressen! So fest Du kannst!"
"Naaaggghh!"
"Vergiss das Atmen nicht!"
Uzumaki wandte die Atemtechnik an, die Tsunade und Sakura ihr beigebracht hatten.
"Und nocheinmal! Los, streng dich an! Ich glaube, da kommt schon was!"
"Scheiße! Ich glaube, mich zerreißt es gllll-nnniiiihhh!" nuschelte Uzumaki und bäumte sich vor Schmerzen auf.
"Halt die Klappe, Dobe! Konzentrier dich lieber! Vergeude deine Kraft nicht für Unwichtiges!" knurrte Sasuke, der eines der Handtücher bereithielt und eine bestimmte Stelle nicht aus den Augen ließ.
"Ich mag nicht, wenn Du mir da hinguckst!" keuchte sie dumpf durch den Knebel.
"Ehrlich gesagt, würde ich auch lieber woanders hinsehen, aber ich muss mich bereithalten, wenn-da, der Kopf! -Oh Kami...argh!"
Sasuke kämpfte krampfhaft gegen die aufkommende Übelkeit an und verzog angewidert das Gesicht. Für einen Moment musste er zur Seite sehen, damit es ihn nicht umhaute. Jetzt verstand er, warum Väter nur sehr selten bei einer Geburt dabeiwaren. Der Anblick war einfach-
"Oh nein, ich werde nicht ohnmächtig werden! Ich bin ein Uchia! "dachte er verbissen.

Zur gleichen Zeit, irgedwo anders in den weiläufigen Wäldern von Konoha...
Kunomaru hob den Kopf und witterte. Dann stieß er mehrere kurze Bellaute aus.
"Was ist?" fragte Tsume.
"Akamaru." brummte der dunkle Wolfshund.
"Ja, da ist er!" rief Kiba und eilte ihm entgegen. "Hey, Kumpel, Du läufst ja nur noch auf drei Beinen! -Wo ist Naruto?"
Der Hund antwortete mit einer ganzen Repertoire von Bell, Krurr-und Jaullauten.
"Was sagt Akamaru, Kunomaru?"
"Das es bei Naruto losgeht. Sie braucht Hilfe."
"Oh nein! Wo ist sie?"
"Einige Kilometer von hier. In dichtesten Teil des Waldes. Er hat eine deutliche Duftspur gelegt. Wir können das Versteck nicht verfehlen." brummte der Wolfshund.
"Hana bleib hier und kümmere dich um Akamaru.-Wir müssen uns beeilen!" drängte Tsume.
"Ich bleibe auch hier, Mutter." sagte Kiba.
"Ist klar. Kehrt am besten nach Konohagakure zurück. Wir machen das schon." nickte die ältere Frau. "Also los! Beeilen wir uns!"
Sakuras Angst war von allen die Größte. Wie sollte Naruto das alleine schaffen? Schlimmstenfalls könnten beide sterben, wenn es wirklich schief lief.

"Komm schon...der Kopf ist draußen. Das schwierigste ist überstanden!"
"Ngghhhiiii-aah!"
Plötzlich spürte Sasuke, wie der kleine Körper in das Handttuch fiel, das er hielt. Im nächsten Moment war das Geschrei eines Neugeborenen zu hören.
"Wir haben es geschafft." seufzte der Uchia erleichtert. Naruto wimmerte leise und schnappte nach Luft. Sauke säuberte das Kleine notdürftig und wickelte es dann in ein sauberes Handtuch.
"Okay. Jetzt noch..."
Mit einem Skalpel aus einer von Kabutos Instrumententaschen durchtrennte er die Nabelschnur. Etwas unbeholfen wiegte er das Baby, bis das größte Geschrei verstummt war.
"Du hast einen Sohn...Naruto? Naruto! He, nicht schlappmachen!"
Uzumaki war zusammengesunken und rührte sich nicht.
"Ohnmächtig! Auch das noch!-Eh?"
Sasuke hob ruckartig den Kopf. "Verdammt! Gerade jetzt!" knurrte der Uchia.

Das letzte, was Naruto noch vernommen hatte, was das Geschrei des Neugeborenen. Dann war ihr Bewusstsein in eine angenehme Schwärze gefallen. Doch irgendetwas in ihrem Inneren wehrte sich dagegen, länger in der Ohnmacht zu verweilen. Ihr Kind...sie musste sich um ihr Kind kümmern...eine Stimme holte sie endgültig wieder ins Bewusstsein.
"Gratuliere, Du hast einen Sohn. Einen kräftigen, gesunden Jungen."
Naruto durchfuhr ein eisiger Schreck! Diese Stimme... sie würde sie jederzeit wiedererkennen. Und sie gehörte nicht Sasuke!
"Orochimaru...." schluckte sie und hob den Kopf. Über ihr stand der bleiche Sannin mit den langen, schwanzen Haaren und hielt das Neugeborene in den Armen. Sasuke schien sich aus dem Staub gemacht zu haben, von ihm fehlte jede Spur und er hatte alle Anzeichen seiner Anwesenheit getilgt.
"Verdammt! Gib mir sofort mein Kind zurück, Du Monster!" keuchte Naruto erschöpft.
Orochimaru lächelte kalt.
"Gib..mir..." Naruto versuchte sich zu erheben, doch sie war zu geschwächt. Und Kyuubi schien noch nicht wieder erwacht zu sein.
"Das ist also ein Sayajin-Halbblut. Es wird interessant sein, mehr über ihn herauszufinden..."
Bei Orochimarus Worten blieb Naruto fast das Herz stehen. Ihr Kind...für Exprerimente missbrauchen? So wie die vielen Anderen davor, deren Leben er schon auf dem Gewissen hatte?
"Hat gute Lungen, der Kleine. Ich werde-"
Plötzlich begann die Luft vor Orochimaru zu vibrieren. Und im nächsten Moment hatte der Sannin mit den Schlangenaugen Gokus Hand um seinen bleichen Hals. Zwei andere flinke Hände entrissen ihm seine Beute.
"He, he, alles in Ordung, mein Kleiner. Der böse Onkel wird dir nichts mehr tun." sagte Jiraiya mit einer Sanftheit die selbst Kakashi erstaunte.
"Wage es ja nicht, meinem Sohn jemals wieder zu nahe zu kommen, sonst breche ich Dir deinen verdammten Schlangenhals, Orochimaru!!" grollte Goku und schmetterte seinen Gegner gegen die Innenwand des hohlen Baumes, ohne von ihm abzulassen. Das kalte Lächeln wich nicht von Orochimarus Gesicht.
"Du glaubst doch nicht, das ich mich vor einem Chu-Nin fürchte!"
"Vor einem Chu-Nin vielleicht nicht, aber hüte dich vor der Rache eines Sayajin! Sie kann furchtbar sein!" knurrte Vegeta, der mit finsterer Miene neben Son-Goku trat.
Orochimaru brach in Gelächter aus. Ein schnelles Fingerzeichen und der dämonische Sannin war verschwunden.
"Feiger Wurm!" knurrte Vegeta verächtlich.

Sakura hockte bereits neben Naruto und untersuchte sie eingehend.
"Wie sieht es aus?" fragte Jiraiya.
"Sie verliert noch immer Blut! Ich muss sofort etwas dagegen tun! Wenn ich doch nur bei der Geburt dabeigewesen wäre!"
"Brauchst Du Hilfe?" fragte Goku.
"Nein, kümmert ihr euch um das Neugeborene. Ich brauche jetzt Ruhe, um mich zu konzentrieren!"
"In Ordnung. Komm, Goku. Wir warten draußen." antwortete Vegeta und schob alle Anwesenden aus der Baumhöhle.
Nun begann das bange Warten. Sakura setzte all ihre heilerischen Fähigkeiten ein, um die inneren Blutungen zu stoppen. Sie musste sehr genau und konzentriert arbeiten.

Derweil versuchten der frischgebackene Vater und Jiraiya, das schreiende Neugeborene zu beruhigen.
"Was hat der Kleine nur?" fragte Goku.
"Er sucht die Nähe seiner Mutter. Weil er sie nicht wittern kann, schreit er." erklärte Vegeta.
"Hrmm..das ist wie bei unseren Jungen." brummte Kunomaru.
"Darf ich den Kleinen mal nehmen?" bat Tsume.
Goku reichte ihr das Bündel.
"Ja, Du willst zu deiner Mutter..."
Tsume wiegte vorsichtig das Bündel in ihren Armen und begann leise zu summen.
Kakashi staunte. Er kannte Tsume stets als aufbrausende, strenge Person. Doch als das Oberhaupt des Inuzuka-Clans in das runde Gesichtschen des Neugeborenen blickte, hatte sie auf einmal den sanftesten und liebevollsten Blick, den er je gesehen hatte. Und das Baby hörte auf zu schreien.
"He, er hat die Augen geöffnet! Und sie sind blau. Wie die seiner Mutter." lächelte sie stolz.
Goku und Jiraiya blickten in das Bündel.
"Du hast recht. Und er weint nicht mehr." bemerkte Goku.
"Er vertraut ihr." bemerkte Vegeta nur.

Endlich verließ auch Sakura wieder die Baumhöhle. Sie wirkte erschöpft.
"Was ist?" fragte Goku besorgt.
"Ich konnte die Blutungen stoppen und die Verletzungen versiegeln. Aber sie muss im Krankenhaus weiterbehandelt werden. Lasst mich jetzt noch kurz das Neugeborene untersuchen."
Die Heilerin führte die Erstversorgung durch.
"Alles in Ordnung. Dem Kleinen fehlt nichts.-Jemand muss Naruto tragen. Und das möglichst ohne das sie zu sehr durchgeschüttelt wird."
"Ich mach das schon, Sakura." nickte Goku und trat in die Baumhöhle.
"Wie geht es meinem Kleinen?"
"Es ist alles in Ordnung. Aber zuerst müsst ihr beide zurück ins Krankenhaus."
"Goku, geh Du mit Naruto vor. Ich folge mit dem Baby."

Kakashi und Jiraiya flankierten Goku von beiden Seiten, als sie sich durch die Baumwipfel auf den Rückweg machten.
Sakura, die das Bündel trug, begann plötzlich zu taumeln. Tsume griff ihr hilfreich unter die Arme.
"Kleine, Du bist völlig erledigt. Es ist wohl besser, wenn ich das Baby nehme. Kunomaru wird dich auf seinem Rücken zurücktragen. Du hast ziemlich viel Chakra für die Heilung verbraucht und musst dich erholen."
"Du hast recht." nickte Sakura müde und gab das Bündel ab."
"Steig auf, Heilerin und halte dich gut fest."
"Danke, Kuromaru."
Sakura kletterte auf den Rücken des großen Wolfshundes und krallte ihre Hände in das dichte Fell.
"Ich bin direkt hinter Dir." sagte Tsume.
"Wie hat Naruto das alleine nur geschafft?" murmelte Sakura, während Kunomaru mit federnden Sprüngen durch die Baumwipfel schnellte. Auf jeden Fall war sie froh, das sie Orochimaru das Neugeborene wieder abjagen konnten.

Fortsetzung folgt...


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