Kapitel 5:
Die kleinen Probleme des Alltags

Die kommenden Wochen verliefen ruhig und ohne Zwischenfälle oder dringende Missionen. Wenn Goku das Dorf mit seinen Kameraden für einen Auftrag verlassen musste, blieb Naruto traurig zurück. Chizune bemerkte dies und meldete es Tsunade. Daraufhin gab die Hokage Naruto einfache Missionen innerhalb von Konohagakure, für die Naruto keine besonderen Jutsus benötigte. Zwar war sie nicht besonders begeistert über Aufträge wie Hunde ausführen oder sitten, aber es war besser als nur brütend herumzusitzen.
Tsunade versuchte es sogar mit einer Babysitting-Mission, die auch recht gut klappte. Nur entwischte ihr das kleine Mädchen beim Spielen im Garten und Naruto musste das ganze Haus auf den Kopf stellen, um sie wiederzufinden.
"Oh mann, Oma Tsunade, mir reichts! Bitte keine solchen Missionen mehr!" knurrte Uzumaki.
"Wieso? Die Eltern waren sehr zufrieden."
"Aber ich habe jetzt nicht die rechten Nerven für so was, echt jetzt!"
"Dann hab ich hier etwas anderes. Bring dieses Paket dem Gefängnisdirektor."
"Alles klar. Dann kann ich ja gucken, wie es dem Sayajin, der uns vor kurzem so viel Ärger gemacht hat, geht."
"Komm ihm aber nicht zu nahe! Der ist anders als Vegeta und Son-Goku!" mahnte Tsunade.

Seit drei Monaten hatte das Gefängnis von Konohagakure einen neuen Insassen im Hochsicherheitstrakt. Einen Weltraumpiraten mit Namen Tarles. Und er war ebenfalls ein Sayajin.
Naruto hatte gedacht, sie würden keinen weiteren Sayajins mehr begegnen, da Vegeta sagte, er und Kakarott seien die Letzten ihrer Art. Doch dem war nicht so.

Flashback:
Es hatte alles mit einem harmlosen Ausflug in die Wälder begonnen. Naruto und Goku hatten mit Sakura, Shikamaru, Sensei Kakashi und Captain Yamato die Hirschzucht des Nara-Clans besucht. Vor allem Letzterer hatte sich dafür interessiert.
Vegeta war auf einer Mission und Naruto schloß sich der Gruppe nur widerwillig an. Aber Captain Yamatos "Überredungskunst" konnte er sich nicht widersetzen.

In der Nacht aber ging ein seltsames Flugojekt aus dem All in den Wäldern nieder. Die Reibungshitze der Sonde setzte die trockenen Bäume in Brand. In kürzester Zeit stand ein großes Stück Wald in Flammen!
Naruto und die Anderen hatten alle Hände voll zu tun, um die Hirsche aus der Gefahrenzone zu führen. Eines der jüngeren Tiere, das sich von der Herde getrennt hatte, wurde unter einem herabstürzenden Baum eingeklemmt und hing nun fest. Panisch blökte es lauthals um Hilfe.
Zum Glück hörte Naruto die Schreie und befreite mit seinen Schattendoppelgängern das Tier.

Und gemeinsam konnten die Shinobi das Feuer bekämpfen und löschen. Doch ein großer Teil des Waldes und die Weidegründe waren den Flammen zum Opfer gefallen.
Doch Captain Yamato wusste Rat.
"Feuer bedeutet nicht nur Tod und Zerstörung. Wie Phönix aus der Asche wird auch hier neues Leben aus dieser Asche steigen." sagte er und ließ sich im Schneidersitz auf dem Boden nieder. Und dank seines speziellen Jutsus konnte er die unter der Erde und Asche liegenden Samen zum Leben erwecken. Innerhalb weniger Augenblicke begann überall neues Leben zu sprießen. Aus dem Boden und selbst die geschwärzten Bäume erwachten wieder zum Leben und trieben neu aus.
"Wow! Captain Yamato, Du bist klasse!" rief Naruto begeistert.
"Super! Dann müssen wir die Tiere nicht umsiedeln!" freute sich Shikamaru und blickte auf das um sich herum frisch sprießende Gras.

Doch die Gefahr war noch nicht gebannt. Die Sonde beinhaltete einen Samen eines schnell wachsenden Baumes. Und durch Yamatos Jutsu wurde sein Wachstum schneller ausgelöst als geplant...

"Son-Goku!"
"Sensei Piccolo! Was gibt es?"
"Ich und mein Schüler fühlen eine dunkle Macht, die der Erde das Chakra entzieht! Und sie befindet sich ganz in eurer Nähe! Und so wie es aussieht, handelt es sich um den sogeannten Götterbaum!"
"Das stimmt! Ich fühle es auch!" nickte Yamato, als Goku ihm mitgeteilt hatte, was er von dem Hüter des Wolkenreiches erfahren hatte. "Hm...ich habe schon einmal von der Legende des Götterbaumes gehört. Existiert er also wirklich?"
"Auf jeden Fall dürfen von seinen Früchten nur die Götter essen. Und hat dieser Baum erst einmal Wurzeln geschlagen, so saugt er dem Planeten, auf welchem er sich gerade befindet, alles Leben aus und er verwandelt sich für lange Zeit in eine Wüste." fuhr Sensei Piccolo fort.
"Was? Dieser Baum saugt alles Chakra auf? Wie kann so ein monströses Gewächs ein Baum der Götter sein? Hm, der muss aber von einem bösen Gott stammen, echt jetzt!" lamentierte Naruto, als Goku die restliche Nachricht übermittelt hatte.
"Deshalb hat dieser Baum auch auf Welten mit Lebewesen nichts zu suchen! Wenn so ein Baum Wurzeln schlägt, dann nur auf abgelegenen, von den Göttern erwählten Welten! So kenne ich die Legende." erklärte Captain Yamato.
"Legende oder nicht, wir müssen uns um die Sache kümmern!" entschied Shikamaru. Seine Freunde bestätigten dies mit einem Nicken.

Die Shinobi eilten zur Quelle dieser unheimlichen Macht und bald konnten sie den riesigen Baum erkennen, der mitten in den Wäldern Wurzeln geschlagen hatte.
"Wow! Solch einen riesiegen Baum habe ich noch nie gesehen, echt jetzt!" staunte Naruto.
"Aber er entzieht allen anderen Bäumen und dem Boden das Leben! Seht, die Bäume in der näheren Umgebung sind schon alle abgestorben!" erklärte Yamato. "Selbst die Tiere sind alle aus dieser Gegend verschwunden!"
"Dann lasst uns das Ding umnieten!" rief Goku und transformierte in den Super-Sayajin-Status.
"Ich frage mich nur, wie der hierherkommen konnte?" murmelte Kakashi."Irgendjemand muss dieses Ding doch eingepflanzt haben."
"Jedenfalls steht der hier nicht mehr lange!-Jutsu der Schattendoppelgänger!"
Naruto versuchte es als erstes mit einem Rasengan-doch die leuchtende Chakra-Kugel zeigte keine Wirkung.
"Nochmal! Alle gleichzeitig!" rief Shikamaru."Zielt auf die Wurzeln!"
Aber selbst die gemeinsamen Jutsus brachten nichts.
"Wie sieht es bei Dir aus, Yamato?" fragte Kakashi.
"Ughh...das gibts nicht! Dieser Baum reagiert nicht auf meine Holz-Jutsus! Das ist kein normales Gewächs!" keuchte Yamato.
"Du hast recht! Auch meine Jutsus prallen ab!" knurrte Kakashi.
"Hey, ihr Pappnasen! Ich würde das bleiben lassen!" rief plötzlich eine Stimme. "Dieser Baum ist unzerstörbar!"
Fünf seltsame Gestalten waren zwischen den Wurzeln aufgetaucht.
"Wer sind die? Auf jeden Fall keine Shinobi." bemerkte Shikamaru.
"Die tragen Rüstungen wie Sayajins und die Typen von diesem Freezer! Sicher haben die den Baum hierhergebracht!" knurrte Naruto.
"Die sind nicht von unserer Welt!" bemerkte Goku.

Und diese seltsamen Gestalten erwiesen sich auch als sehr widerstandsfähig gegen die Jutsus der Ninjas.
Einer nach dem anderen unterlag den Fremdlingen, nur Goku schaffte es, einen Gegner auszuschalten. Doch bald konnte er seinen Super-Sayajin-Status nicht mehr halten.
"Scheiße! Ich fühle, wie der Baum mir langsam meine Energie entzieht! Ich kann mich nicht mehr verwandlen! Es kostet mich zu viel Chakra!"
"Uns geht es genauso! Ich habe Mühe, mich zu konzentrieren!" knurrte Shikamaru."Und diese Typen scheinen keine Energie zu verlieren!"
Naruto versetzte diese Unterlegenheit in unbändige Wut und die zweischwänzige Form des Kyuubi trat wieder zum Vorschein.
"Haut ab von hier! Ihr zerstört unsere Heimat!" schrie Uzumaki zornig. Und ein weiterer der Fremden bekam diese Wut schmerzhaft zu spüren.

Naruto ahnte nicht, das zwei schwarze Augenpaare ihn auf einem Überwachsungsmonitor beobachteten.
"Was ist denn das für ein Bengel? Auf jeden Fall kein Sayajin, der Schwanz ist anders. Aber er kann ebenfalls zu eine Art Monster mutieren....sehr interessant, der Kleine."
Auf das Gesicht des dunkelhäugiten Fremdlings stahl sich ein böses Grinsen.

"Hah, das hat gesessen!" knurrte Naruto und verwandelte sich wieder zurück. Plötzlich stieß er gegen etwas festes. Er hob den Kopf-und blickte in die Augen Gokus. Goku?-Nein, der da sah zwar so aus, wie sein großer Bruder, doch seine Haut war um Nuancen dunkler. Und älter. Außerdem hatte er einen Blick, der Uzumaki gar nicht gefiel. Und er war anders gekleidet. Er trug eine Sayajinrüstung mit einem weißen Umhang.
"Moment mal! Du bist nicht mein großer Bruder! Aber Du siehst fast so aus wie er! Wer bist Du? Etwa auch ein Sayajin?" fragte Naruto.
"Ho, Du kennst unser Volk also schon!"
"Ich hatte schon mit einigen von euch zu tun! Was willst Du hier? Hast Du diesen riesen Baum hier wachsen lassen?"
"Ich bin Tarles und ein entfernter Verwandter von Kakarott, den Du so nett "großer Bruder" nennst. Und ja, ich habe diesen Baum hier gepflanzt, seine Früchte werden mich unbesiegbar machen!"
"Diese Früchte dürfen nur die Götter essen, hat Sensei Piccolo gesagt! Und dieser Baum darf hier gar nicht wachsen! Er saugt alles Chakra auf!"
"Schwing keine Reden! Kakarott sollte ursprünglich diese Welt zerstören! Letztendlich ist es aber gut, das ers nicht getan hat, denn dieser Planet ist der ideale Nährboden für den Götterbaum! War ein hartes Stück Arbeit, diesen Samen zu bekommen. Da lass ich mir doch nicht von so ein paar Wichten meine Pläne durchkreuzen! Euer Planet ist verloren, so oder so!" rief Tarles lachend,  packte Naruto am Kragen und hob ihn von den Beinen. Gleichzeitig sprang das Scouterdisplay des Sayajins an.
"Eine Kampfkraft von 10 000! Obwohl Du kein Sayajin bist! Sehr interessant. Was verleiht Dir diese Kraft? Na, das werde ich noch herausfinden. Hör mal, Kleiner. Komm mit mir! Das Leben als Weltraumpirat ist nicht ohne!"
"Du hast sie ja nicht alle, echt jetzt! Nie würde ich Konoha verraten!" knurrte Naruto Langsam begannen sich wieder seine Augen zu verändern.
"Nimm lieber mein Angebot an-oder ich mach dich alle!"
Demonstrativ zog Tarles Narutos Kragen fester zusammen, sodaß er ihm die Luft abdrückte.

Doch plötzlich begann sein Scouter wieder Signal zu geben.
"Hä? Jemand mit Kampfkraft von 16 000?"
"Lass den Jungen los!" rief Captain Yamato.
"Du störst hier!" rief Tarles und warf Naruto von sich. Als Yamato versuchte, ihn mit seinem Baumjutsu einzuschließen, versagte seine Technik auf einmal!
"Haha, vergiss es! Du hast nicht mehr genug Energie für deine Kampftechnik! Der Baum zieht sie Dir schneller ab als Du denken kannst. Vor allem, je näher Du seinem Mittelpunkt kommst."
"Unnch....verdammt! Mein Chakra..." keuchte der Shinobi und ging in die Knie.
"Ich aber hab genug davon!"grinste Tarles und beförderte mit einem Tritt Captain Yamato in die Tiefe, wo er zwischen den Wurzeln aufschlug.
"Sensei!"
"Du bleibst schön hier, Bengel! Zeig mir mal, was Du drauf hast! Du hast ja auch einen Schwanz. Sieht zwar anders aus, aber kannst Du dich damit auch verwandeln? Probieren wirs doch mal aus!-Blutmond!" rief Tales und erschuf einen kleinen, künstilichen, roten Mond aus seinem Chakra, den er nach oben schoss, bis er unter der mächtigen weit ausladenden Krone des Baumes zum Stehen kam.

Son-Goku hatte inzwischen Captain Yamato erreicht.
"Alles in Ordnung?"
"Alles noch heil. Aber mein Chakra....der Baum entzieht es mir schneller als euch....warscheinlich wegen meines Baum-Jutus..."
"Halten sie durch, Sensei-was ist das für ein rotes Licht?"
"Oh nein! Goku! Nicht hinsehen!" rief Yamato warnend. "Das ist ein Blutmond! Er kann sein Licht mit Chakra simmulieren!"
Mit zitternden Fingern suchte Yamato in den Taschen seiner Weste nach einem bestimmten Siegel....

Tarles hielt mit seinen Fingern Naruto gewaltsam die Augen offen und richtete dessen Gesicht in das rote Licht.
"Tarles! Lass das!" schrie Goku wütend.
"Schau in den Mond, Jungchen." grinste der dunkelhäutige Sayajin. Und es kam wie es kommen musste.
"Ho! Der wird ja auch zu einem Monster! Kein Affe, sondern ein Fuchs! Sogar mit neun Schwänzen! Hehe, sehr schön. -Dann brauchen wir dich nicht mehr!"
Ein Energiestrahl-und der rote Mond explodierte.
"Musste das Ding zerstören, sonst hätt ich mich auch verwandelt! Und Kakarott! Mal sehen wie lange die Wirkung anhält!-Los, Füchslein! Zeig mir, wie wild Du sein kannst! Vernichte Kakarott und die Anderen!"
"Was hast Du mit meinem kleinen Bruder gemacht, Du Mistkerl?!" rief Goku wütend und wollte Tarles angreifen, als sich dessen verbliebene beide Krieger ihm in den Weg stellten.
"Haut endlich ab! Ihr stört!" schrie der Sayajin wütend.
Goku steigerte seine Kampfkraft auf sein volles Potential, schaffte es für kurze Zeit, noch einmal in den Super-Sayajin-Zustand zu springen und vollführte dann drei Fingerzeichen.
"Energiewelle!"
Der Sayajin stieß seine Arme rechts und links zur Seite, zwei blaue Wellen aus puren Chakra erfassten die Angreifer und schleuderten sie kilometerweit davon. Bei jedem Aufschlag gab es eine Explosion, der die Körper vaporisierte.
"Das wars. Und jetzt zu Naruto!"
"Ich staune immer wieder, wie er das nur macht..." murmelte Yamato matt, der Gokus Spezialtechnik staunend verfolgt hatte."Keiner kann so viel Chakra auf eine Schlag freisetzen wie er..und dann noch weiterkämpfen."
Dann sah er den Wehrkyuubi vor sich, wie er knurrend die Wurzeln durchstöberte.
"Kakashi! Vorsicht!" rief er warnend.
Doch der Riesenfuchs hatte den Shinobi bereits gepackt.
"Nggah! Der zerdrückt mich! Naruto! Ich bins doch!" rief der silberhaarige Ninja.
"Naruto! Lass Kakashi los!" rief Goku. "Erkennst Du unseren Sensei nicht mehr?"
Als Goku einen Befreiungsversuch starten wollte, wurde er von der riesigen Pranke beiseitegewischt.
"Verdammt! -Bitte, Naruto! Hör auf, den wilden Watz zu spielen und komm wieder zur Vernunft!"

Tarles beobachtete aus sicherer Höhe das Geschehen unter sich.
"Keine sorge, Kakarott, wenn Du das Zeitliche gesegnet hast, werde ich mich um den Kleinen kümmern! So ein wildes Füchslein kommt mir wie gerufen!" grinste er.

Captain Yamato hatte unterdessen das Siegel gefunden, mit dem er bereits einmal Narutos Wehrfuchs- Verwandlung rückgängig gemacht hatte. Schwerfällig richtete er sich auf.
"Goku! Lock ihn zu mir!"

Kakashi hatte bereits das Bewusstsein verloren und hing wie eine schlaffe Puppe in der Faust des Wehrkyuubis, der Goku drohend anbrüllte.  
"Scheiße! Als Wehrfuchs erkennt er einfach niemanden!" fluchte Goku und wich einen der wild umherschwingenden Schwänze aus. Wieder erlosch sein SSJ-Status, es war für ihn unmöglich, ihn weiter zu halten.
Plötzlich aber geschah etwas unerwartetes. Der Hirsch, den Naruto vor dem Feuer gerettet hatte, stellte sich dem Monster mutig in den Weg und versuchte, Uzumakis Erinnerungen zu wecken. Immer wieder sprang er vor dem Wehrfuchs herum und blökte lauthals. Und das Tier schaffte es. Naruto stoppte auf einmal sein wildes Gebaren, knurrte nur noch leise und starrte auf das zerbrechliche Wesen, das er mit einem Schlag seiner krallenbewehrten Tatze töten könnte. Aber irgendwie erkannte Naruto den Hirsch wieder, entließ Kakashi aus seinem Griff und beruhigte sich. Er hockte sich hin und stupste den Hirsch mit seiner Schnauze. Goku unterdessen brachte Kakashi aus der Gefahrenzone.
"Uhh..ich dachte schon, es ist aus und Naruto quetscht mich aus wie einen Zitrone! Hä, warum ist er auf einmal so friedlich?" stöhnte der silberhaarige Shinobi und rieb sich die schmerzenden Glieder.
"Dieser Hirsch...er hat es irgendwie geschafft, seine Aufmerksamkeit zu wecken. Und Naruto hat ihn glaub ich erkannt. Jetzt sieh Dir das an, er legt sich sogar vor ihm nieder!"
Der Wehrfuchs hatte sich hingelegt und seinen Kopf auf seine Pfoten gebettet. Die neun Schwänze schwangen träge hin und her.

"Das gibts doch nicht! Dieses Monster hat Mitleid mit anderen Wesen? So ein Schwächling!" meinte Tarles abfällig.
"Er ist auch kein Sayajin! Er ist ein Mensch, der fühlen kann! Und das kann ich auch!" rief Goku.
"Wie erbärmlich! Dann wollen wir das Kaffeekränzchen mal beenden!"
Tarles feuerte zwischen die beiden Kreaturen, um Naruto wieder angriffslustig zu machen. Die Druckwelle schleuderte den Hirsch in das Unterholz. Doch der Wehrkyuubi ging nun auf ihn los.
"Jetzt reicht es! Ich werde diesen Versager vernichten! Und dann dich, Kakarott!"
Tarles feuerte einen glühenden Ring aus Chakra ab. Aber noch bevor die tödliche Attacke Naruto erreichte, gelang es Captain Yamato das Chakra des Neunschwänzigen wieder zu versiegeln und der Energiering verfehlte den wieder auf normale Größe geschrumpften Uzumaki. Goku fing seinen bewusstlosen kleinen Bruder auf.

"Grrr...Tarles! Dafür wirst Du büßen! Niemand zwingt meinen kleinen Bruder mit Gewalt sich zu verwandeln!" grollte Goku. Sanft legte er Naruto in sicherer Entfernung im verdorrten Gras ab und deckte ihn mit den Resten seiner zerfetzten Jacke zu.
"Goku..."murmelte Naruto.
"Ja, kleiner Bruder?"
"Mach diesen Mistkerl fertig!"
"Das werde ich. Und Du ruhst dich jetzt aus."
Mit finsteren Blicken musterten sich die beiden Sayajins, welche sich so ähnlich sahen, im Verhalten aber völlig verschieden waren.

Inzwischen hatten in Konohagakure und in den anderen Reichen die Shinobi alle Hände voll zu tun um die panische Bevölkerung zu beruhigen. Überall war der Strom ausgefallen, Dunkelheit senkte sich über die Länder. Und niemand verstand, was eigentlich los war, bis auf wenige Eingeweihte, die gerade ihr Leben riskierten.

"Du hast all meine Männer besiegt, Kakarott. Wenn Du um Gnade bittest und mir Gehorsam schwörst, nehme ich dich bei mir auf!"
"Ich heiße Son-Goku und bin ein Shinobi!"
"Na klar. Aber Du solltest mein Angebot annehmen, denn Du bist nicht stark genug, um mich zu schlagen!"
"Das wollen wir erst mal sehen! Ein Glück, das ich als Baby das Gedächtnis verloren habe, sonst wäre ich so ein bösartiges Monster wie Du geworden! Jetzt wirst Du mich kennenlernen!" grollte Goku und setzte seine ganze Kampfkraft frei!
"Was? Seine Kampfkraft steigt immer weiter! Wie viel kann der noch aus sich rausholen?"
Tarles bekam es langsam mit der Angst zu tun. Er begann in das Innere des Baumes zu laufen und pflückte dabei eine der roten Früchte ab.
"Hiergeblieben! Hast Du jetzt auf einmal Schiß? Hah, Du bist doch nicht so stark!"
Goku folgte seinem Gegner in das Zentrum des mächtigen Baumes. Tarles erwartete ihn bereits. Und die Art, wie er grinste, gefiel Goku gar nicht.
Im nächsten Moment biss Tarles ein großes Stück der Frucht ab und schluckte es. Die Wirkung war unglaublich. Sofort nahm seine Muskelmasse um fast das doppelte zu, ebenso die Kampfkraft! Die mit der Faust zerquetschte restliche Frucht landete auf dem Boden und Son-goku bekam nun zu spüren, was die Götterfrüchte aus Einem machen konnten. Eisenharte Hiebe schickten ihn alsbald zu Boden, selbst eine mehrfache Kaioken konnte nichts ausrichten.
"So ein Mist! Diese Früchte machen ihn unbesiegbar! Ich hab nicht genug-AAAH!"
"Bettle um Gnade, Kakarott, dann verschone ich dich vielleicht..."
" Niemals! Ich hab Naruto versprochen, dich plattzumachen...und nenn mich nicht Kakarott!"
"Dann leiste deinen schwachen Menschen-Freunden im Jenseits Gesellschaft!"
Tarles Energieattacke zerfetzte Gokus Weste und Oberteil und versengte seinen Rücken. Reglos blieb er liegen.
"Wie jämmerlich! Ein Glück, das ich anders bin! Dank der Götterfrüchte wird bald das ganze Universum mir gehören! Harharhar!" lachte der dunklhäutige Sayajin und schwebte weiter in das Innere des mächtigen Baumes. "Und sie alle gehören mir alleine!"

Reglos lagen alle Shinobi zwischen den mächtigen Wurzeln verstreut. Überall auf der Welt erlosch das Leben in der Natur, verdorrten die Pflanzen. Sogar die Elektrizität wurde von dem mächtigen Baum absorbiert. Die Menschen verstanden nicht, was geschehen war.

Goku versuchte als letzten Ausweg eine Genkidama, aus den letzten Resten Chakra, die seine Kammeraden ihm abgeben konnten, doch der Angriff schlug fehl, weil der Baum die Energie einfach absorbierte und einen Teil zurückwarf, der Goku in eine Ecke des Baumes schleuderte.

"Was ist das nur...ich fühle mich so schwach..."murmelte Kyuubi in seinem Gefängnis. Auch sein Chakra hatte der Baum der dunklen Macht absorbiert.
Naruto lag auf dem Rücken auf einer gewaltigen gebogenen Wurzel, die unter ihm aus dem Boden gewachsen war und ihn fast in das Blätterdach des urtümlichen Gewächses gehoben hatte. Über sich konnte er die seltsamen, roten, warzigen Früchte entdecken. Er streckte langsam eine Hand danach aus und seine Finger berührten die Schale. Die Frucht begann zu leuchten.
"Mmm....wie angenehm....es ist so warm..." seufzte er.
"Nrr..da ist Chakra...eine unerschöpfliche Menge...muss sie haben...muss sie holen..." murmelte der Fuchsdämon und begann sich zu konzentrieren Langsam streckte er eine Pfote durch das Gitter seines Gefängnisses...
Naruto bemerkte plötzlich, wie pures Chakra in seinen Körper strömte.
"Ich-ich kann mich wieder bewegen..meine Kraft kehrt zurück!"
Auf einmal spürte er eine feuchte Zunge an seiner rechten Wange. Der junge Hirsch, den Naruto vor dem Feuer gerettet hatte, war nicht von seiner Seite gewichen.
"Keine Sorge, mein Freund. Ich bring alles wieder in Ordnung. Dieser Mistkerl kommt mir nicht davon!" knurrte Uzumaki, richtete sich auf und band den Rest seiner Jacke um seine Hüfte.
"Na toll! Wieder ein paar Klamotten hinüber!"
Er kraulte dem Tier noch einmal durch die dichte Mähne, dann machte er sich auf in das Innere des Baumes.
"Wünsch mir Glück."
Unterwegs sah er Goku reglos in einer Ecke liegen.
"Großer Bruder!"
Naruto kniete neben ihm und fühlte ob sein Herz noch schlug.
"Ein Glück, er ist noch am Leben, aber sehr schwach...Tarles, Du mieser Hund! Das wirst Du bereuen!"
Wieder einmal geriet Naruto in Wut und diese Wut bildete diesmal drei Fuchsschwänze aus, seine Augen nahmen die blutrote Form des Neunschwänzigen an.
Tief im Innern des Baumes hatte sich Tarles zurückgezogen und wachte eifersüchtig über die Früchte, die inzwischen ihre volle Reife erlangt hatten. Doch Naruto fand ihn.
"Das gibts doch nicht, Du bist ja immer noch auf den Beinen, Du Bengel!"
"Ja, und jetzt werde ich Dir den Garaus machen!-Jutsu der Schattendoppelgänger!"
Naruto erschuf zwei Kopien von sich und bereitete ein Rasengan vor. Dabei staunte er, wie groß es wurde.
"Lächerlich! Mit dieser kleinen Attacke willst Du gegen mich antreten?"
Auch Tarles startete einen Angriff und feuerte eine Engergieattacke auf Uzumaki ab.
Doch Narutos Rasengan durchbrach seine Energieattacke und erwischte Tarles mit voller Kraft! Die Rüstung des Sayajins bekam in Brusthöhe einen Sprung und dem Weltraumpiraten verging Hören und Sehen, als er durch den Hohlraum des Baumes in die Höhe geschleudert wurde Dabei zerschmetterte sein Körper auch eine geflechtartige kleine Kammer mit einem pulsierenden, grünen Samen. Und es dauerte nicht lange, bis er wieder zurückfiel und zwischen den Wurzeln aufschlug. Reglos blieb er liegen.
"So! Das hast Du nun davon!" meinte Naruto genugtuerisch. Er atmete tief durch und das rote Chakra, das ihn umgab, verschwand wieder. Uzumaki nahm wieder sein normales Aussehen an.
Plötzlich ging ein Zittern durch den Baum und ein goldenes Licht breitete sich aus, das den ganzen Baum umgab und dann mit einem Knall explodierte.
"Was passiert jetzt?" rief Naruto erschrocken.
"Keine Angst, junger Shinobi." hörte Naruto die Stimme Sensei Piccolos in seinen Gedanken."Mit deinem Rasengan hast Du nicht nur den Sayajin besiegt, sondern auch das Herz des Götterbaues, das er bewachte, zerstört. Deshalb hatte er sich hier zurückgezogen, weil es die verletzbarste Stelle des Baumes war. Und nun ist er verdorrt und gibt die ganze absorbierte Energie wieder frei. Kyuubi konnte dem Baum Chakra entziehen, als Du eine Frucht berührt hast, weil er als Dämon ein übernatürliches Wesen ist und hat dich so wieder auf die Beine gebracht."
"Dann muss ich wohl dem Neunschwänzigen dankbar sein."
Tatsächlich kehrte das Leben auf den ausgedörrten Planeten zurück. Die mächtigen Wurzeln wurden zu purer Energie, die sie an alle Lebensformen dieser Welt zurückgaben. Langsam begannen sich auch Kakashi und die anderen wieder zu regen.
"Hm, und was mach ich jetzt mit Dir?"
Eine Weile starrte er auf den reglosen Körper vor sich, dann begann er plötzlich zu grinsen.

"Oooh...was ist los?" stöhnte Shikamaru und rieb sich den Kopf."Ich hab gedacht, es ist aus und jetzt fühl ich mich wieder erholt..."
"Sensei Piccolo hat gesagt, der Götterbaum ist verdorrt und gibt seine ganze absorbierte Engerie wieder frei, weil Naruto den Herzsamen im Zentrum der Krone zerstört hat!" erklärte Captain Yamato.
"Naruto war das?" wunderte sich Kakashi.

Auch Goku war wieder erwacht. Er suchte zuerst nach der Aura seines kleinen Bruders und lächelte, als er sie ganz in der Nähe orten konnte. Im Geist hatte er mitverfolgen können, was Naruto fertiggebracht hatte und er war sehr stolz auf ihn.
"Wenn Du so weitermachst, wirst Du nach mir und Vegeta wirklich eines Tages der Stärkste Shinobi auf dieser Welt sein." dachte sich Goku lächelnd.

Inzwischen suchten Kakashi und die anderen nach Uzumaki.
"Naruto! Wo bist Du?"
"Hier, Leute!"
"Was-Hä? Wie siehst Du denn aus?"
Ein grinsender Naruto trat aus dem Gebüsch. Er trug nun Tarles Kleider, die natürlich zu groß für ihn waren. Die Rüstung hing schief über seinen Körper, der Umhang schleifte hinter ihm über den Boden und mit den großen Stiefeln konnte er sich nur staksig fortbewegen.
"Der Mistkerl ist doch schuld, das meine Klamotten in Fetzen gegangen sind! Da hab ich mir Seine geholt, ist doch nur gerecht!"
"Du siehst einfach nur lächerlich aus!" stöhnte Shikamaru und fasste sich an die Stirn.
Plötzlich teilte sich hinter Naruto das Gebüsch und ein nackter Tarles wankte hervor. Er trug nur noch seine schwarze kurze Hose.
"Mann, gehts noch etwas knapper?" bemerkte Shikamaru, als er den hautengen Slip musterte.
"Was fällt Dir ein, meine Sachen zu klauen, Rotzlöffel!" fluchte Tarles.
Sofort war Goku hinter dem Sayajin und drehte ihm die Arme auf den Rücken.
"Sag mal, hast Du den Kerl ganz alleine besiegt, kleiner Bruder?"
"Hehe, na klar! Mit meinem Rasengan."
Deutlich konnten die Shinobi noch die kreisrunde Wunde und den Bluterguss auf Tarles Brust erkennen.
"Euch werd ichs noch zeigen!" knurrte Tarles.
"Gar nichts wirst Du! Du wanderst jetzt erst einmal hinter Gitter!"

Erst nach einigem Hin und her entschied Naruto Tarles die Rüstung und die Stiefel zurückzugeben. Uzumaki behielt den Umhang und wickelte sich darin ein. So machte sich der kleine Zug auf den Rückweg. Tarles war der einzige Überlebende, seine Bande war im Kampf mit den Shinobi aufgerieben worden.
"Es ist wirklich erstaunlich! Die Götterfrüchte haben die ganze absorbierte Energie wieder zurückgegeben und alles ist wieder wie vorher." staunte Yamato, als sie durch den grünen Wald liefen.
Nachdem Shikamaru sich vergewissert hatte, das den Hirschen nichts fehlte und Narutos Freund sich wieder seiner Herde angeschlossen hatte, wurde es Zeit, nach Konoha zurückzukehren. Yamato und Goku übernahmen es, Tarles in das Gefängnis zu bringen.
"Und Du gehst zuerst nach Hause und ziehst Dir was an! Dann erstatten wir Meisterin Tsunade Bericht." erklärte Shikamaru. "Wir treffen uns in einer Stunde vor dem Hokage-Gebäude."
"Bis nachher. Ich muss wirklich schleunigst nach Hause, die Leute gucken schon." murmelte Naruto und trollte sich, der unterste Zipfel des Umhangs schleifte hinter ihm her.

Als Goku zurückkehrte fand er seinen brüderlichen Freund in der Wanne sitzen.
"Was dagegen, wenn ich Dir Gesellschaft leiste?"
"Nee. Hüpf rein."
Das ließ sich Goku nicht zwei Mal sagen.
"Und? Hat er Ärger gemacht?" fragte Naruto.
"Na klar. Welcher Sayajin läßt sich schon gerne einsperren. Aber das Chakra-Feld hält. Genau wie bei Vegeta damals. Zu dumm, das er nicht hier war. Dann hätten wir nicht so viel Ärger gehabt."
"Ach was! Es ging doch auch ohne ihn, echt jetzt!"
"Erstaunlich, das dein Rasengan gereicht hat, um ihn schachmatt zu setzen. Schließlich hat er von den verbotenen Früchten gegessen."
"Das hat Kyuubi auch, hehe. Als ich eine Hand in Richtung der Früchte ausgestreckt habe, hat der Neunschwänzige das Chakra der Früchte absorbiert. Tarles hat geglaubt, er hätte leichtes Spiel, aber ich war schneller. Na ja, und außerdem war ich im dreischwänzigen Status. Dein Anblick, wie Du da in der Ecke gelegen bist, hat mich echt sauer gemacht, echt jetzt!" erzählte Naruto. "Wäscht Du mir den Rücken? Ich treff mich in einer halben Stunde mit Shikamaru. Wir wollen Oma Tsunade Bericht erstatten."
"Dabei war das eigentlich gar keine Mission...ich werde dich begleiten."

"Das war es also. Ich habe mich über die plötzlich einsetzende Dunkelheit gewundert. Wir hatten alle Hände voll zu tun, um eine Massenpanik zu verhindern, als plötzlich auch noch der Strom ausfiel und der Boden teilweise aufbrach. Zum Glück sind die Schäden gering. Und dann schwanden auch noch unsere Kräfte....ich bin froh, das alles gut ausgegangen ist. Aber diesen Sayajin werde ich auf jeden Fall einen Besuch abstatten!" erklärte Tsunade, als sie den Bericht von den Anwesenden gehört hatte.

Und zwei Tage später erschien die Hokage im Gefängnis und suchte den neuen Gefangenen auf.
"Ho, hallo! Wen haben wir denn da?" lächelte Tales süffisant, lehnte sich nach vorne und stützte sich an den Gitterstäben ab.  Seine Augen gingen fast über, als sie über die üppige Oberweite Tsunades glitten. "Könnten wir beide uns mal verabreden, Süße?"
"Süße?" Tsunades Gesicht verzog sich zu einer wütenden Fratze. Zwei Fingerzeichen -und Tarles wurde von einer unsichtbaren Macht gegen die Wand hinter sich geschleudert, wo er benommen liegenblieb.
"Aaaah....mann.. was war denn das?" stöhnte der Sayajin und hielt sich die verletzte Stelle auf seiner Brust, wo Narutos Rasengan ihn erwischt hatte.
"Für dich bin ich Meisterin Tsunade, fünfter Hokage von Konoha!" zischte sie scharf. Selbst die Gefangenen in den Nachbarzellen kuschten. Sie wussten genau, zu was Tsunade fähig war, wenn man sie verärgerte. Und das hatte Tarles wirklich.
"Okay, okay, Lady. Ich habs kapiert..."keuchte der Sayajin und hob beschwichtigend eine Hand. Dann zog er sich langsam wieder auf die Beine.
"Du bleibst hier eingesperrt, bis ich über dein weiteres Schicksal entscheiden werde, Sayajin!" sagte Tsunade ernst und wandte sich zum Gehen.
"Wie ihr wünscht, Lady von Konoha..." murmelte Tarles finster. Nur widerwillig hatte er sich behandeln lassen und starrte auf den Verband um seine Brust. Dank seiner guten Konstitution würde die Verletzung von selbst verheilen. Was ihm gar nicht gefiel, waren die Chakra-Feld, das ihn in der Zelle gefangen hielt.
Als Vegeta von seiner Mission zurückkehrte und Goku ihm von Tarles erzählte, meinte er nur abfällig:"Da gehört dieser Unterklasseabschaum auch hin! Meinetwegen kann er in dem Loch verrotten!"


Ende Flashback.

Als Narutos Gedanken in die Gegenwart zurückkehrten, stand sie vor dem Kontrollposten des Gefängnisses.
Naruto lieferte das Paket ab.
"Was macht der gefangene Sayajin?"
"Liegt meist nur faul in der Ecke und rührt sich nicht."
"Ist klar. Der langweilt sich. Darf ich ihn mal besuchen?"
"Na schön. Aber sei vorsichtig."

"He, Tarles!"
Murrend rollte sich der Sayajin herum.
"Ho, was sehen meine Augen! Welch ein hübsches Geschöpf! Hast Du heute schon was vor, Kleine?"
"Sehr witzig!"
"Nanu? Du hast ja auch einen Schwanz! Bist Du etwa die Schwester von dem Bengel, der mich umgehauen hat? Dann gibt es also zwei Füchslein in Konoha!"
"Irrtum! Ich bin Naruto! Ich hab dich damals besiegt!"
"Na klar. Wenn Du damals gegen mich gekämpft hättest, hätt ich dich geschnappt und auf mein Raumschiff genommen! So ein hübsches Mädchen hätte ich nicht zurückgelassen!" grinste Tarles.
"Sei vorsichtig, Kleine! Der Typ ist ein ganz schöner Weiberheld!" kam eine Warnung aus der Nachbarszelle. Dort saß eine bullig gebaute Frau hinter Gittern.
"Schon seit er hier ist, versucht er immer, mich anzubaggern!" sagte sie.
"Und Du zeigst mir immer noch die kalte Schulter, Mizuna!"
"Warte nur, Braunhaut, einmal krieg ich dich in die Finger und dann gehts richtig ab! Unterschätz mich nur nicht!"
"Frag doch mal die Wärter, vielleicht machen sies!" grinste Naruto. "Machts gut, ihr zwei, ich muss los."
"He! Nicht weglaufen, Süße! -Uaah...was fürn Hintern!" schmachtete Tarles und sah Uzumaki nach.
"Warte nur, wenn ich deinen Hintern in die Finger kriege!" knurrte Mizuna.

Eine weitere Woche verging. Tsunade forschte mit ihrem Team, doch bis jetzt rückte sie einer Lösung für Narutos Rückverwandlung nicht näher. Entnervt legte sie ihre Aufzeichnungen beiseite und nippte an ihrem Tee.
In regelmäßigen Abständen wurde Naruto immer wieder von ihr untersucht, ob irgendwelche Veränderungen aufgetreten waren, doch zum Glück blieb sie von dem verschont, was dem armen Oto Shinobi Dakoru widerfahren war.
Dafür gab es aber andere Probleme.

Uzumaki öffnette langsam die Tür zu Sakuras Arbeitszimmer im Krankenhaus.
"Sakura..."
"Ach, Du bist es Naruto. Was gibts?"
"Ich muss mit dir reden..."
"Reden? Über was? Und was stehst Du so verklemmt da in der Tür? Komm wenigstens rein!"
Naruto trat ein und schloss die Tür hinter sich.
"Wow, hier arbeitest Du?"
"Meistens.-Also, was ist so wichtig? Über was willst Du reden?"
"Über...Mädchenkram..."
"Mädchenkram?? Werd mal genauer, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!"
"Nun, seit heute morgen habe ich solche unangenehmen Krämpfe hier im Bauch. Ob der Neunschwänzige daran schuld ist?"
Jetzt ging Sakura ein Licht auf. Natürlich. Naruto war jetzt ein Mädchen und Mädchen hatten etwa alle vier Wochen--Sakura stöhnte auf. Jetzt muss ich den auch noch darüber aufklären, dachte sie. "Er kriegt wirklich auch das was wir bekommen. Und das bedeutet auch zwangsläufig, er oder sie könnte auch --nein, so blöd wird er sicher nicht sein."Sakura spann ihre Gedanken nicht weiter. Sie schritt zu einem großen Regal voller Schriften und begann, Einige zu entnehmen.
"Dann hör mir jetzt genau zu! Das was ich Dir jetzt erkläre, ist wichtig!"

Als Naruto wenig später das Krankenhaus wieder verließ hatte er einige Broschüren dabei, die Sakura ihm mitgegeben hatte.
"Lies alles genau durch! Da stehen wichtige Dinge drin, auf die Du jetzt achten musst! Und kaufe Dir das, was ich Dir gesagt habe! Ich dachte, Jiraiya hätte Dir auch darüber was erzählt! Der kennt sich doch so gut mit Frauen aus!"
"Wir haben doch nicht über seinen Roman geredet! Wir haben trainiert!" verteidigte sich Naruto.
"Ich meinte eigentlich etwas anderes!-Auf jeden Fall erschrick nicht und krieg keine Panik, wenn es anfängt. Das ist nun mal so bei uns. Ihr Jungs habt es da einfacher."
Und so musste Naruto auch durch diesen unangenehmen Teil ihres Mädchendaseins durch.
"Scheiße! Und das kriegen die jeden Monat einmal?" fluchte sie, als sie zusammengekrümmt auf dem Bett lag. "Das ist einfach nur....widerlich! Und so fühl ich mich auch!"
"Erinnerst Du dich nicht mehr, als wir für drei Tage von der Schule aus einen Kurs im Krankenhaus besuchten, wo wir über diese Dinge aufgeklärt wurden?" fragte Goku.
"Sag bloß, Du erinnerst dich noch an diese langweiligen Stunden. Mich hat nie interessiert, wie ich da innen aussehe. Vor allem nicht dieser Mädchenkram!"
"Das hätte dich aber interessieren sollen! Ich hab jedenfalls nicht dauernd gepennt. Aber Du hast ständig hinter deinem Lehrbuch auf der Tischplatte geratzt! Obwohl Schwester Mariko alles so genau und sogar für mich verständlich erklärt hat! Was uns unsere Lehrer und Senseis beibringen, ist nie unnütz! Sondern wichtig für unser Leben! Stell Dir vor, irgendetwas geht in deinem Körper  vor und Du weißt nicht, ob es eine Krankheit ist oder völlig normal!"
"Du redest schon wie Sakura, echt jetzt!"
Aber schließlich war auch dies vorbei.
"Ich hoffe, Oma Tsunade kann mich zurückverwandeln bevor dieser Zyklus wieder von vorne losgeht! Nochmal will ich das nicht mitmachen!"

Eines Tages aber sprach Vegeta Son-Goku auch über ein biologisches Thema an.
"Kakarott...hattest Du eigentlich schon deine erste Hitze?"
"Hitze? Was ist das?"
"Hn, so wie es aussieht, noch nicht. Aber bei Dir könnte es bald losgehen."
"Wovon redest Du?"
"Die Entwicklung der Geschlechtsreife verläuft bei uns Sayajins anders als bei den Menschen. Intensiver. Vor allem die erste Hitze.-Hat euch dieser Eremit, dieser Krötenbaron, eigentlich aufgeklärt? Ihr seid ja längst in dem Alter, wo es langsam losgeht, sich für einen Partner zu interessieren. Und auch organisch seid ihr fast schon vollständig entwickelt."
Goku errötete.
"Du meinst..." murmelte er verlegen.
"Ganz genau, das meine ich."
"Umm...hat er, hat er. Als wir auf unserer Trainingsreise waren. "
"Um beim Thema zu bleiben: Melde mir sofort, wenn Du ungewohnte Veränderungen an Dir spürst, Kakarott, verstanden?"
"Okay, Vegeta."
"Und zwar auf der Stelle! Das ist sehr wichtig! Sobald Du Symptome wie starke Unruhe, Apetittlosigkeit oder Hitzewallungen fühlst!"
"Ist das denn so wichtig?"
"Ja, es ist wichtig! Wenn es soweit ist, brauchst Du einen Sayajin mit Erfahrung, der dich in alles Wichtige einweist."
"Du machst vielleicht einen Aufstand."
"Nimm es nicht auf die leichte Schulter, Baka! Sonst können wir ne Menge Ärger kriegen!"
"Schon gut."

"Was wollte Vegeta denn?" fragte Naruto, die die beiden Sayajins aus der Ferne beobachtet hatte.
"Ach, er hat irgendetwas von einer "Hitze" erzählt."
"Hä? Tiere kommen doch in Hitze, wenn sie...ähm..Du weißt schon...Kiba hat mal davon gesprochen, als wir zusammen abgehängt haben..."
"Ach, das hast Du in deinem Kopf behalten!"
Naruto grinste verlegen.
"Du bist manchmal wirklich ein Baka." meinte Goku.
"Selber Baka!"

Beide ahnten noch nicht, wie ernst es Vegeta wirklich mit jener Warunung gewesen war...

Fortsetzung folgt...


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