Kapitel 2
Das Mädchen im Jungen

Anmerkung: Von nun an, so lange Naruto weiblich ist, werde ich ein "sie " verwenden.


Uzumaki war sichtlich genervt, als er schon wieder bei Tsunade antanzen musste.
"Naruto, bist Du irgendwie mit Dakoru in Berührung gekommen?" fragte sie.
"Nein, kein einziges Mal. Ich kam gar nicht an den Kerl heran. Warum?"
"Dakoru ist tot. Seine Zellstrucktur hat sich aufgelöst. Warscheinlich hat Orochimaru wieder mal versucht, ein Kekkei-Genkei künstlich zu vermehren."
"Orochimaru!!" Narutos Gesicht verfinsterte sich. Alleine der Name brachte das Chakra des Neunschwänzigen in ihm zum brodeln.
"Beruhige dich, Naruto! Vermeide es, zu viel Chakra des Kyuubi freizusetzen! Ich weiß nicht, wie sich das auf deinen veränderten Körper auswirkt!"
"Oma Tsunade, glaubst Du, ich könnte mich auch...so auflösen?"
"Ich halte das eigentlich für unwarscheinlich. Wir haben dein Blut und deine Gewebeprobe untersucht. Sie weisen keine genetischen Defekte auf. Aber dein genetischer Code, der dein Geschlecht bestimmt, wurde verändert. Von einem Männlichen in einen weiblichen. Sonst ist er identisch geblieben. Nur die geschlechtsbestimmtenden Gene wurden verändert."
"Aber wie?" fragte Sakura.
"Ich habe da so eine Vermutung...Naruto, erinnerst Du dich noch an deine Mission in Hoshi-Gakure?"
"Klar doch."
"Wie lange warst Du damals der Strahlung dieses Sterns ausgesetzt?"
"Hmm...schwer zu sagen."
"Einige Stunden?"
"Auf jeden Fall. Wieso?"
"Wir haben Dakorus Körper untersucht und haben etwas festgestellt. Es geht eine ständige schwache Strahlung von ihm aus. Selbst jetzt noch. Deshalb habe auch ich eine Untersuchung der anderen Mitglieder von Shikamarus Team angeordnet. Denn diese Strahlung ist mit der des Sternes identisch. Und ihr wisst, wie schädlich sie war. Zum Glück konnte ich bei den Anderen keine Anomalien feststellen."
"Aber ich habe den Stern doch damals zerstört!" bemerkte Naruto.
"Das ist wahr. Aber selbst die Bruchstücke geben immer noch eine schwache Strahlung ab. Du konntest mir ja einen Splitter des Sterns damals mitbringen. Und ich wette, Orochimaru ist ebenfalls irgendwie an einen oder mehrere Bruchstücke des Sterns gekommen, um sie für seine Experimente zu verwenden. Die Strahlung ist größtenteils für die zerstörung von Dakorus Zellen verantwortlich. Ich habe Spuren des Sterns in seinen Zellen gefunden. Vielleicht hat sein Erstarrungsjutsu den Prozess sogar beschleunigt. Und ich glaube, das diese Strahlung auch bei deinem Sexy Jutsu bewirkt hat, das deine Gene sich veränderten. Die Strahlung des Sternes, der Du damals ausgesetzt warst, hat sich auch in deine Zellen eingelagert. Zum Glück haben sie keinen ernsten Schaden angerichtet-bis jetzt."
"Oh je! Wenn das so ist, wird eine Rückführung wohl schwierig..." murmelte Sakura.
"Wir werden nichts unversucht lassen. Ich konnte ja auch Isarabi aus dem Land der Ozeane helfen." erklärte Tsunade. "Aber nun zu etwas anderem. Naruto, Du kannst nicht mehr mit Son-Goku zusammenwohnen. Das gehört sich nicht für einen Jungen und ein Mädchen in eurem Alter." erklärte Tsunade.
"Ich soll ausziehen?"
"Genau. Du ziehst so lange zu Sakura."
"Waaas? Kommt nicht in Frage!"
Naruto begann zu grinsen.
"Dann könnte ich ja Sakura beim ...beim.."dachte sie.
Eine Kopfnuss unterbrach ihren Gedankengang.
"Aua! Hey!" protestierte sie.
"Vergiss es! Ich kann mir schon denken, was in deinem perversen Hirn vorgeht!" fauchte Sakura.
"Ich bin nicht pervers! Der kauzige Bergeremit ist pervers!"
"Ruuuhe!" brüllte Tsunade und fasste sich an die Stirn. "Also gut," stöhnte sie. "Planänderung. Naruto zieht nicht zu Sakura...dann zieht Son-Goku eben zu Kakashi."
"Tut mir leid, ich bin notorischer Single-Bewohner." entgegnete der silberhaarige Ninja und hob abwehrend die Hände.
"Na klar, weil er nur in seinem Apartment seine Gesichtsmaske abnimmt." dachte Naruto grimmig.
"Er kann so lange bei mir wohnen. Ich hab genug Platz." lächelte Iruka.
"Und ich bleib in meinen eigenen vier Wänden! Ich wüsste auch gar nicht, wo ich meinen ganzen Kram in Sakuras Zimmer unterbringen könnte."
"Und mit Dir würde mein Zimmer bald wie ein Saustall aussehen!" schoss Sakura zurück.
"Ich hab nicht viele Dinge. Die sind gleich zusammengepackt." lächelte Goku.
"Gut, dann ist es beschlossen. Son-Goku zieht zu Iruka, bis wir das Problem gelöst haben." verkündete Tsunade.

Und so geschah es dann auch. Goku packte zwei große Umhängetaschen voll und verabschiedete sich von seinem Zimmerkameraden.
"Wird ziemlich einsam hier werden so ohne dich, großer Bruder." sagte Naruto traurig.
"Es ist doch nicht für immer. Wenn das Jutsu wieder rückgängig gemacht worden ist, komme ich zurück."
"Wenn es jemals rückgängig gemacht werden kann. Dieser Dakoru ist draufgegangen, vielleicht hat er mit seinem letzten Jutsu auch bei mir in meinen Zellen was verändert!"
"Hab einfach Vertrauen. Tsunade wird sicher eine Lösung finden." sagte Goku sanft und beide umarmten sich noch einmal.

Als Naruto die Tür ins Schloss fallen hörte, wandte sie sich seufzend um und trat vor den Spiegel. Schweigend betrachtete sie ihr Spiegelbild.
"Und was mache ich jetzt die ganze Zeit? Ich kann ja nicht einmal meine Jutsus trainieren!"
Laut aufseufzend kehrte sie zum Bett zurück und ließ sich rücklings darauf fallen und begann Löcher in die Decke zu starren.
Seit sie sich erinnern konnte, waren sie und Son-Goku immer zusammengewesen. Sie waren in allem wie Brüder, nur nicht vom selben Blut, das hatte sie vor zwei Jahren schmerzlich erfahren müssen.

Flashback:Vor zwei Jahren....
Die beiden waren gerade mit Jiraya von ihrer zweijährigen Trainingsreise zurückgekehrt. Naruto war damals gerade fünfzehn geworden, Goku bereits ein Jahr älter. Und dann war eines Tages dieser seltsame Fremde vor den Toren von Konohagakure aufgetaucht. So ein Wesen hatten selbst die erfahrensten Shinobi noch niemals gesehen. Groß, muskulös, mit einer Mähne bis zu den Knien, die so rabenschwarz war wie die mondloseste Nacht. Aber noch unheimlicher war die Aura, die diesen mysteriösen Fremden umgab. Naruto selbst hatte als erster auf schmerzhafte weise erfahren, was für eine Kraft in diesem Wesen steckte, als er ihn mit einem blitzschnellen Schlag gegen den rechten Torflügel katapultiert hatte. Und es hatte diesen Schlag nicht mit seiner Hand ausgeführt, sondern mit einem pelzigen, braunen Affenschwanz, wie Son-Goku ihn hatte!
Und dieser Fremde hatte eine weitere Überraschung für Son-Goku. Er erklärte, das sein wahrer Name Kakarott sei und er, Radditz sei sein älterer Bruder!
Son-Goku hielt es für einen schlechten Scherz und sagte, er hätte nur einen jüngeren Bruder und das sei Naruto. Doch Jiraya weihte Goku und Naruto in ein Geheimnis ein, von dem bisher nur er und der dritte Hokage gewusst hatten. Das Son-Gohan, ein im Ruhestand in den Wäldern lebender Jo-Nin, eines Tages in einem Tal ein Baby gefunden hatte, das in einem seltsamen Gefährt gelegen hatte. Er hatte den kleinen Findling zu sich genommen, doch dieser erwies sich als ein wildes und ungestümes Kind. Bis zu jenem Tag, an dem es in eine Schlucht stürzte und sich heftig den Kopf stieß. Son-Gohan hatte zuerst gedacht, der Kleine würde nicht überleben, doch er hatte einen unglaublichen Überlebenswillen. Und dann fand der alte Jo-Nin eines Tages in den Wäldern noch ein Baby mit blonden Haaren und einem Bannmal auf dem Bauch. Auf der Babydecke befand sich das Zeichen Konohagakures. Der Kleine musste wohl ausgesetzt worden sein. Vielleicht wegen seines seltsamen Anhängsels, einem buschigen, roten Schwanz. Und sein erster Findling, den er Goku genannt hatte, hatte auch einen Schwanz. Einen braun bepeltzen langen Affenschwanz. Son-Gohan war Konoha treu ergeben und wollte den Kleinen nicht seinem Schicksal überlassen. Er nahm auch diesen kleinen Jungen bei sich auf und erfuhr Wochen später durch Jiraya von dem furchtbaren Neunschwänzigen, der in der letzten Blutmondnacht Konohagakure heimgesucht und fast das halbe Dorf zerstört hatte. Und das Fuchsungeheuer hatte der damalige vierte Hokage in jenem Baby versiegelt. Seitdem zierte der buschige rote Fuchsschwanz den kleinen, blonden Jungen. Ein Siegel neben dem Kind verriet den Namen. Naruto Uzumaki.
Da Son-Gohan kein zweites Bettchen für sein neues Findelkind hatte, legte er ihn zu Goku. Sofort suchte das Baby die Nähe des älteren Kleinkindes. Und von da an ging es mit Son-Goku aufwärts und er wurde wieder gesund. War es die Nähe des kleinen Naruto gewesen, die die wundersame Heilung bewirkt hatte oder das Chakra des Neunschwänzigen, das immer wieder ein wenig zu Tage trat? Son-Gohan wusste es nicht. Er wusste nur, das er von nun an zwei Zöglinge hatte, die sich vom ersten Tag an liebten wie zwei Brüder. Und seit dem Unfall war Goku der liebste Junge geworden. Er ahnte allerdings nicht, das beide Jungen ein ähnliches Schicksal teilten...

Son-Gohan hatte schon früh begonnen, seine beiden Zöglinge in der Kunst der Ninjas zu unterweisen. Beide erwiesen sich als talentierte Schüler. Sie lernten die Fingerzeichen und erste einfache Jutsus. Auch das Krafttraining war ein wichtiger Teil davon.
Doch in der nächsten Blutmondnacht, die alle vier Jahre einmal auftrat, geschah eine Tragödie. Keiner wusste, was genau passiert war, auf jeden Fall fanden Goku und Naruto ihren Ziehgroßvater am nächsten Morgen tot auf einer Waldlichtung ganz in der Nähe ihrer Behausung. Die Bäume um die Lichtung waren größtenteils umgeknickt oder ausgerissen worden. Und von solch einem Baum war der alte Shinobi tödlich getroffen worden.
Jiraya fand die beiden verstörten Jungen einige Tage später traurig vor dem Grab Son-Gohans hocken. Die Kinder konnten ihm auch nichts näheres über die Umstände seines Todes berichten. Jiraya blieb nichts anderes übrig, als die beiden Waisen nach Konohagakure mitzunehmen. Er konnte die Ältesten und den dritten Hokage dazu überreden, das die Beiden einen Platz im Waisenhaus bekamen, bis sie in der Lage waren, selbst für sich zu sorgen. Und er ermöglichte es, das die beiden Jungen die Ninja-Akademie besuchen durften.

Diese Neuigkeiten waren ein herber Schock für Son-Goku. Er war kein Bürger Konohagakures? Er war nicht einmal von dieser Welt? Radditz hatte ihm erklärt, das er zu einer der stärksten Kriegerrasse gehörte, den Sayajin. Doch die Welt dieses Volkes war untergegangen und mit ihm waren nur noch Vier von ihnen übrig geblieben.
Doch es kam noch schlimmer. Radditz erzählte von einem Auftrag den Goku hätte längst ausführen müssen. Die Vernichtung der Bewohner dieser Welt! Er schob das Scheitern auf den Unfall, den Goku als Kleinkind hatte.
Naruto aber wollte seinen großen Bruder nicht verlieren und stellte sich Radditz mutig in den Weg. Natürlich hatte er keine Chance gegen diesen überlegenen Gegner und der Sayajin schlug ihn bewusstlos und nahm ihn mit.
"Wenn Du deinen rotschwänzigen sogenannten "kleinen Bruder" wiederhaben willst, dann schließe dich mir an! Sonst nehme ich ihn mit mir mit! Der Kleine scheint einige interessante Fähigkeiten zu haben!"
Son-Goku setzte natürlich alles daran, Naruto zu befreien. Aber nur Jiraya konnte ihn begleiten, mehr Ninjas in Gefahr zu bringen, erlaubte der Hokage nicht. Doch selbst der Sannin und Goku schienen chancenlos gegen Radditz Kräfte. Erst Naruto brachte die Wende. Ausser sich vor Wut, weil Radditz seinen "großen Bruder" und seinen Sensei töten wollte, gelang es ihm mit der zweischwänzigen Kraft des Kyuubi die Kapsel, in die Radditz ihn gesprerrt hatte, zu sprengen und sich zu befreien. Und der Sayajin bekam die wilde Kraft des Neunschwänzigen jetzt voll zu spüren. Mit einem Oodama-Rasengan, eine verstärkte Technik des ursprünglichen Rasengan, gelang es ihm, Radditz erheblichen Schaden zuzufügen. Allerdings zog Naruto sich dabei einen mehrfachen Armbruch zu, da die neue Technik noch nicht ganz ausgefeilt war. Aber Jiraya und Goku waren nun in der Lage den mächtigen Gegner zu vernichten. Doch vor seinem Ableben prophezeihte Radditz, das seine beiden Kameraden, Nappa und Vegeta bald nachkommen würden und diese beiden Sayajins würden noch stärker sein.

Bei der Untersuchung von Radditz Körper stellte man fest, das das Chakra-Netzerk der Sayajin völlig anders aufgebaut war und viel mehr Kraft erzeugen konnte. Genauso war es auch bei Son-Goku, deshalb hatte man seine Medizinischen Unterlagen unter besonderem Verschluss gehalten.
Man hatte ihn bis zur Ankunft von Radditz für einen menschlichen Sonderfall gehalten.

Flashback Ende

Naruto wurde aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte.
"Hey, Naruto, bist Du da?" vernahm sie eine wohlbekannte Stimme.
"Konohamaru....-Ja, Komm rein!"
Der inzwischen zwölf Jahre alte Enkel des dritten Hokage betrat mit seinen beiden Freunden Moegi und Udon das Appartment. Vor Uzumaki blieb er stehen.
"Wow...es stimmt also, was ich gehört habe. Dein Sexy Jutsu hat dich in ein echtes Mädchen verwandelt."
"Stimmt. Darum gebe ich euch den guten Rat: Benutzt dieses Jutsu vorerst nicht mehr! Nicht das es noch mehr Probleme gibt! Wir wissen noch nicht hundertprozentig, was der genaue Grund für meine Verwandlung war."
"Alles klar." nickte Konohamaru.
"Bei mir wäre es nicht so schlimm. Ich bin ja schon ein Mädchen." lächelte Moegi.
"Trotzdem. Lasst es. Ich will nicht schuld sein, wenn euch auch noch etwas passiert." erklärte Naruto ernst.
"Warum bist Du so traurig? Gefällt Dir deine neue Gestalt nicht?" fragte Udon.
"Wenns das nur wäre! Ich kann meine Künste nicht mehr ausführen!"
"Oh je!"
"Armer Naruto!"seufzte Moegi.
"Gar keine?" hakte Konohamaru nach.
Naruto schüttelte den Kopf.
"He, Kumpel, wenn Du jemanden zum Aufmunutern brauchst, zähl auf uns. Schließlich sind wir Freunde."
"Ich danke euch."

An diesem Abend ging Naruto früh schlafen. Traurig sah sie zur rechten Seite ihres Bettes. Hier, direkt am Fenster, hatte Goku immer geschlafen. Seine Nähe fehlte ihr.
Zur selben Zeit, in Irukas Appartment...
"Son-Goku? Alles in Ordnung?" fragte der Ninja, welcher gerade mit seinem neuen Zimmergenossen die Matratze eines Feldbettes bezog.
"Ich musste an Naruto denken. Was er, äh, sie jetzt wohl macht? Sie fühlt sich sicher einsam ohne mich.."
"Hehe, Du redest so, als wärt ihr ein Liebespaar." schmunzelte Iruka und schob das letzte Stück des Lakens unter die Matratze.
Goku errötete.
"Ach was. Aber er, uh sie ist doch trotz allem mein kleiner Bruder-oder jetzt Schwester. Das war sie seit ich mich erinnern kann."
"Ich weiß. Seit euch Jiraya nach Konohagakure gebracht habt, wart ihr immer zusammen. Außer, wenn jeder Mal in ein anderes Team für eine Mission musste. Und Du hast ihn oft davor bewahrt, Dummheiten zu machen."
"Ja, aber das ist mir nicht immer gelungen. Er war einfach ein kleiner Tunichtgut."
"Und einige seiner Marotten hat er bis heute nicht abgelegt."

Während beide in Erinnerungen schwelgten, lag Naruto einsam in ihrem Appartment und konnte nicht einschlafen. Schweigend sah sie durch das Fenster auf das nächtlich beleuchtete Konoha.
Und auch ihre Erinnerungen gingen wieder auf Reisen...

Flashback:
Den Ninjas blieb nur ein halbes Jahr, um sich auf das Eintreffen der Sayajins vorzubereiten. Naruto fiel die ersten beiden Monate aus, da er seinen Arm nach der Heilung noch schonen musste.
Doch sie erhielten Hilfe aus dem mit Konoha verbündeten Wolkenreich. Auf dem legedären Himmelsturm, der höher als jeder Berg in den Himmel reichte, sollte ein legendärer Sensei leben,der über zweihundert Jahre alt war und der besondere Künste beherrschte. Goku erkärte sich bereit, diesen Sensei aufzusuchen um diese Kunst zu lernen. Er fühlte sich verantwortlich das Konoha und allen anderen Ländern nun große Gefahr von den Sayajins drohte. Dieser Sensei mit Namen Piccolo entpuppte sich als seltames grünhäutiges Wesen, das nicht von dieser Welt schien.
"Bist Du vielleicht ein vertrauter Geist oder ein Dämon?" hatte Goku verwundert gefragt.
"Nein, ich weiß selbst nicht, wie ich hierhergekommen bin. Daran habe ich keine Erinnerungen mehr. Ich war schon immer der Wächter des Wolkenreiches. Aber ich habe von deinen besonderen Fähigkeiten gehört. Deshalb habe ich nach Dir schicken lassen. Ich werde dir eine Kunst lehren, die Dir im Kampf noch nützlich sein wird. Nur ein Wesen mit großen Chakra-Potential kann diese Kunst meistern. Und wenn uns Zeit bleibt, vielleicht noch eine Weitere."
"Wow, toll! Fangen wir gleich an!"

Tatsächlich trafen wie vorhergesagt, die beiden ausserirdischen Krieger ein. Mit einem Schlag vernichteten sie ein ganzes Dorf, in dessen Nähe sie gelandet waren. Kakashi, Jiraya, Neji, Shikamaru und Naruto stellten sich den Gegnern in den Weg. Son-Goku war noch auf dem Rückweg vom Wolkenreich und würde erst später dazustoßen.
Als er jedoch den Kampfplatz in den Wäldern erreichte, bot sich ihm ein Bild des Grauens. Außer Naruto und Shikamaru war keiner mehr am Leben. Stockend berichtete Naruto seinem brüderlichen Freund, wie Jiraya sich in einen tödlichen Angriff Nappas geworfen hatte, um ihn zu schützen. Auch Neji war dem hühnenhaften Sayajin unterlegen gewesen und selbst Shikamarus Schattenjutsu hatte versagt. Nappa hatte sich einfach seiner Kontrolle entrissen.
"Und dieser Zwerg da mit den hochstehenden Haaren hat einfach die ganze Zeit nur grinsend zugeguckt!" knurrte Uzumaki wütend. "Aber ich hab diesen Riesenklops plattgemacht! Da hat er vielleicht geglotzt! Aber dieser Riese hat mir meinen schönen Schweif abgetrennt! Und jetzt habe ich etwas Probleme mit meinem Gleichgewicht. Komisches Gefühl, wenn einem das Anhängsel fehlt."
Naruto hatte mit der Kraft des zweischwänzigen Kyuubi angegriffen und den hühnenhaften Sayajin besiegen können.
"Keine Sorge. Wir werden unsere Kameraden mit den Dragonballs wiederbeleben." tröstete Goku ihn. "Und Kyuubi läßt deinen Schwanz ja wieder nachwachsen."
"Dragonballs? Ihr habt die auch hier?" fragte Vegeta plötzlich interessiert.
"Ja, aber Du kriegst sie nicht!" zischte Naruto zornig.
"Sieh einer an! Ich habe schon mal davon gehört. Auf einem Planeten Namek soll es Wesen mit Zauberkräften und sieben magische Kugeln geben. Aber dann kann ich ja auch hier mir ewiges Leben wünschen und mir den Weg nach Namek sparen! Hahaha!"
"Vergiss es, Du Mistkerl! Du würdest sie ja doch nie finden! Hehe, nein, Du kannst sie gar nicht finden!" grinste Naruto frech.
"Oh doch, und wenn ich es aus euch herausprügeln muss!"
"Meinen kleinen Bruder läßt Du in Ruhe, Vegeta! Ich bin dein Gegner!"
"Na schön! Zuerst Du Kakarott und dann deine restlichen Freunde!"
"Goku, sei vorsichtig! Dieser Zwerg da ist nicht ohne! Er hat, nachdem ich den Riesen besiegt habe, ihn einfach mit einer Hand in die Luft geschleudert und mit einem Strahl puren Chakras pulverisiert!"raunte Naruto seinem lanjährigen Freund zu. "Ein so starkes Chakra habe ich noch nie erlebt!"

Goku hatte seine letzte Energiepille an Naruto und Shikamaru verteilt und sie zurück nach Konoha geschickt. Er wollte nun alleine mit Vegeta abrechnen. Nur widerwillig folgte Naruto seiner Aufforderung.
Halb auf dem Rückweg, besann sich Naruto jedoch eines Besseren und kehrte um, allen Warnungen Shikamarus zum Trotz. Eine helle rote Lichtkugel am Himmel über dem Kampfplatz hatte seine Aufmerksamkeit erregt.
Als er mit seinem Kammeraden zurückkehrte, entdeckte er zwei riesige Wehraffen, die wie besessen auf einander einschlugen, rangen, kratzten und bissen. Er sah nun zum ersten Mal was das Licht eines Blutmondes anrichten konnte und begann zu verstehen, was damals mit Son-Gohan passiert sein musste. Sensei Iruka hatte ihn und Goku immer wieder ausdrücklich gewarnt, in einer Blutmondnacht das Haus zu verlassen. Vegeta aber konnte einen künstlichen  roten Mond erzeugen und dieser hatte Verwandlung der beiden Sayajins herbeigeführt. *
Jedes Mal, wenn der Mond sich tiefrot färbte, verwandelte sich Son-Goku in einen Oozaru und der Neunschwänzige schaffte es, Macht über Narutos Körper zu erlangen und ebenfalls eine Verwandung in einen Wehrfuchs mit neun Schwänzen zu vollziehen. Diese Bestie hatte zwar nicht so viel Macht wie der Kyuubi, als er noch frei war, doch auch so konnte er beträchtlichen Schaden anrichten. Nur Jiraya und Captain Yamato waren in der Lage, die Verwandlung vorzeitig wieder rückgängig zu machen. Man hatte auch schon versucht, die Schwänze von Son-Goku und Naruto operativ zu entfernen, doch sie waren immer wieder nachgewachsen.

Captain Yamato war, von einem unguten Gefühl geleitet, seinen Kameraden ebenfalls gefolgt. Als er bemerkte, das Goku dem älteren Sayajin unterlegen war, löste er mit einem Jutsu die Verwandlung der beiden Untiere auf. Son-Goku versuchte es dann mit seiner neu erlernten Technik, der Genkidama, doch Vegeta kam ihm zuvor und verhinderte, das er sie abfeuern konnte. Nun ging Vegeta gnadenlos auf Goku los und brach ihm dabei mehrere Knochen. Naruto, der trotz des Verlustes seines Anhängsels vor Wut in das dreischwänzige Kyuubilevel aufstieg, versuchte selbst, Vegeta zu erledigen, musste aber feststellen, das dieses Wesen wirklich noch stärker als der grobschlächtige Hühne war. Dieser Sayajin schien unerschöpflich in seiner Kraft zu sein.
Inzwischen bat Goku Captain Yamato, es mit der gesammelten Genkidama zu versuchen, die er an ihn übergab. Während Shikamaru und Naruto den Sayajinprinzen beschäftigten, startete Yamato den zweiten Versuch, der den Sayajin allerdings verfehlte. Doch Naruto schleuderte die Energiekugel geistesgegenwärtig zurück und diesmal traf sie ihr Ziel. Vegeta verging Hören und Sehen, als er in die Luft geschleudert wurde.
Als der leblose Körper des Sayajins zurück zu Boden fiel, dachten alle, er wäre tot. Doch sie irrten sich. Vegeta war immer noch nicht geschlagen und ließ seine Wut darüber, das er die drei Ninjas und Goku nicht ins Jenseits befördern konnte an den Vieren aus. Bald stand nur noch Captain Yamato und versuchte, dem Sayajin den Garaus zu machen. Doch auch sein Chakra war fast aufgebraucht und er steckte nur noch ein.
Goku, der sich vor Schmerzen kaum noch regen konnte, machte plötzlich eine Entdeckung.
"Naruto...dein Schwanz ist ja wieder nachgewachsen...natürlich...der kleine rote Mond...er gibt dem Neunschwänzigen die Kraft...Naruto...dreh dich herum und schau nach oben..."
Stöhnend wälzte sich Uzumaki herum.
"Siehst Du den roten, kleinen Mond?"
"Ich sehe ihn..."
"Gut. Du bist noch nicht von Yamato versiegelt worden...Du kannst es noch vollziehen..."
Naruto starrte in das blutrote Licht und spürte, wie sein Herz schneller zu schlagen begann, seine Augen färbten sich wieder tiefrot. Und die Verwandlung begann.
Vegeta bemerkte es zu spät.
"Ah, dieser Bengel kann sich auch verwandeln? Sein Schwanz ist wieder nachgewachsen! Ich muss ihn schnell abtrennen, wer weiß in was ein Untier er sich verwandeln wird!"
Doch es war schon zu spät. Als er heftig am Schwanz zog, erntete er ein ziemlich wütendes Knurren eines halbverwandelten Wehrfuchses!
"Verdammt!" fluchte Vegeta und sah zu, wie sich der Fuchsschwanz in acht weitere spaltete und das Untier rasend schnell in die Höhe wuchs.
"Heh, jetzt lernst Du meinen kleinen Bruder richtig kennen!" hustete Goku.
Schließlich stand der Sayajin einem fünf Meter hohen Wehrkyuubi mit neun Schwänzen gegenüber!
Das Untier brüllte und schlug mit seinen krallenbewehten Pfoten nach ihm. Einmal landete der Sayajin in einer Felswand, ein anderes Mal brachten die Zähne des Wehrfuches ihm eine Bißwunde am Bein bei. Vegeta, durch die vorangegangen Kämpfe deutlich geschwächt, hatte daraufhin Mühe, dem wütenden Biest auszuweichen.
"Den Mond-ich muss ihn zerstören! Vielleicht löst das die Verwandlung auf!"
Mit einem Energiestrahl zerstörte Vegeta den künstlichen Blutmond. Doch es brachte nichts.
Fluchend humpelte Vegeta ausser Reichweite der peitschenden Schwänze und fiel über den bewusstlosen Yamato. Dabei entdeckte er eines der Siegel, das der Ninja vorhin bei ihm und Goku benutzt hatte, um die Oozaru-Verwandlung rückgängig zu machen.
"Ich muss es versuchen, sonst ist es aus!"
Vegeta packte das Siegel, sprang mit letzter Kraft in die Höhe und pappte es auf Narutos Bauch. Er hatte sich sogar die Fingerzeichen gemerkt. Eines seiner besonderen Talente war es, das er sich schnell Kampftechniken seiner Feinde aneignen konnte, fast wie bei Kakashi, wenn er mit seinem Sharingan eine Ninja-Technik kopierte. **
"Chakra-Rückführung! Versiegeln!!"
Im nächsten Moment erstarrte der Wehrkyuubi und die Rückverwandlung begann!
"Ich habs wieder mal geschafft!" keuchte Vegeta.
Dabei bemerkte er zu spät, das der Wehrfuchs vornüberkippte -und ihn unter sich begrub. Doch nur kurz, denn gleich darauf lag nur noch Naruto quer über den Sayajinprinzen, der nun endgültig geschlagen war. Auch er schien keinen heilen Knochen mehr im Körper zu haben, doch er schaffte es, seine Kapsel per Fernsteuerung zu rufen.
"Was für eine Schande! Erschlagen von einem fünf-Meter -Riesenfuchs! Aber ihr werdet mich noch kennenlernen!" keuchte Vegeta, als er sich zu seinem gelandeten Raumschiff schleppte.
Naruto, der wieder zu sich gekommen war, entdeckte, das der Sayajin sich aus dem Staub machen wollte. Er hob einen herumliegenden Kunai auf und schleppte sich zu dem Sayajinprinzen.
"Du hast viele meiner Freunde umgebracht! Und Goku fast dazu! Ich werde dich nicht davonkommen lassen!" rief er zornig und hob den Kunai, um zuzustechen! "Stirb, Du Monster!"
Doch Son-Gokus Stimme gebot ihm Einhalt.
"Grrr! Warum verbietest Du mir Rache für unsere getöteten Freunde zu nehmen?"
"Kleiner...Bruder, ich habe dich noch nie um soetwas gebeten. Aber...lass Vegeta am Leben."
"Was? Dann kommt er zurück und greift wieder Konoha an! Selbst die Anbu würden ihn auf der Stelle liquidieren!"
"Ich weiß...aber ich verspreche Dir, das ich noch härter trainieren werde. Bei unserer nächsten Begegnung trete ich wieder gegen ihn an."
"Dann versprich mir, das Du ihn dann so richtig fertig machst! Sonst mach ich es!" grollte Naruto.
Mit einer letzten Anstrengung war es Vegeta gelungen in seine Kapsel zu kriechen.
"Wenn ich wieder zurückkehre, könnt ihr dieser Welt lebewohl sagen! Dann werde ich euch alle vernichten!" keuchte der Sayajin, während sich die Luke langsam schloss.
"Halt die Klappe, Du Zwerg! Wenn Du dich hier noch mal blicken lässt, treten ich und mein großer Bruder Dir in den Hintern!" fauchte Naruto und versetzte der Kapsel noch einen Tritt, bevor sie abhob und immer mehr beschleunigte, bis sie am Himmel nicht mehr zu sehen war. Zurück blieben ein laut fluchender Naruto, der sich seinen Zeh hielt und ein grinsender Son-Goku. Das war eben sein kleiner Bruder. Voller Energie und selbst solch eine Drohung machte ihm keine Angst.
Flashback Ende

Erst sehr spät fielen Naruto die Augen zu und sie sank in einen unruhigen Schlaf.

Fortsetzung folgt...


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