Epilog: Neunundzwanzig Jahre später, in der Zukunft...


Als Karuto wieder erwachte, lag er unter einem Baum in den Wäldern Konohas. Die Blätter über ihm rauschten, Vögel zwitscherten. Der Halbsayajin setzte sich auf. Dann bemerkte er etwas seltsames.
"Nanu, ich trage ja gar nicht mehr die Kleidung des Hokage...meine Rüstung..sie ist auch weg."
Tatsächlich trug Karuto jetzt nur die normale grüne Uniformweste der Ninja und darunter die schwarze Einheitskleidung wie die meisten Chu-und Jonin.
"Irgendetwas ist passiert...die Zukunft hat sich verändert...kami, ich hoffe, zum Guten!"
Karuto sprang auf die Beine und rannte los. Er sprang in die Krone eines Baumes und dann von Ast zu Ast  in die Richtung, wo Konohagakure lag.
Und als er sein Zuhause erreichte, erlebte er eine Überraschung. Da stand keine Festung mehr, mit steinernen Mauern, sondern das Dorf lag so friedlich vor ihm, wie er es aus seiner Kindheit her kannte. Er hörte das Lachen von spielenden Kindern und die Stimmen der Bewohner. In der Ferne  heulten die Wolfshunde des Inuzuka-Clans. Sein Herz machte einen Sprung. Dann sah er zum Berg, der das Dorf am anderen Ende begrenzte. Die Felsenportraits zeigten nur noch sieben Hokages. Narutos Bildnis war das Letzte.
"Mein Portrait fehlt...das kann nur bedeutetn...das Mutter noch lebt! Und er ist noch Hokage!"
Karuto landete vor dem Haupttor, stürmte hindurch und eilte zum Sitz des Hokages. Kotesu und Izumo, die wieder mal Dienst am Tor hatten sahen Ihm verwundert nach.
"Das war doch Karuto..." meinte ersterer.
"Kami sei Dank, er ist wieder zurück! Unserem Hokage wird ein Stein vom Herzen fallen."

"Hallo, Karuto! Wo hast Du so lange gesteckt? Deine Eltern machen sich schon Sorgen!"
Der Halbsayajin fuhr herum.
"Shikamaru!" rief er erfreut aus. Neben dem jungen Mann ging Temari und hielt seinen Arm. Mit Freude bemerkte Karuto das kleine Bündel, das sie auf dem Rücken trug. Ja, so sollte es sein. Die Beiden waren ein Paar geworden und hatten wohl auch geheiratet.
"Hatte was wichtiges zu erledigen!" rief Karuto und eilte winkend weiter. Die beiden sahen ihm nach, Shikamaru schüttelte lächelnd den Kopf.

Karuto eilte weiter die Hauptstr. entlang in Richtung Hokagegebäude.
Ein schneller schwarzer Schatten sprang ihm plötzlich in den Weg. Der junge Halbsayajin bremste abrupt.
"Karuto, endlich!"
"Kuromaru! Hallo, alter Junge!"
Karuto legte seine Arme um den mächtigen Kopf des Wolfshundes.
"Mein Auge sieht mit Freude, das es Dir gut geht."brummte Kuromaru, wähend der Halbsayajin ihm durch das struppige Fell fuhr. Über die Jahre war das freundschafltiche Band mit den Mitgliedern des Inuzuka-Clans immer dicker geworden, sie waren quasi seine zweite Familie geworden.
"Karuto, ich danke den Göttern, das Du wieder zurück bist!"
"Tante Tsume!"
Karuto erhob sich und Kibas Mutter schloß den jungen Mann in ihre Arme.
"Ich hatte einen schrecklichen Alptraum! Alle die wir liebten, waren tot und Du warst die letzte Hoffung für Konoha!"
Karuto schluckte. Ein Alptraum...ja das war seine düstere Zukunft gewesen. Nach dem Tod seiner Eltern hatte er bei Tante Sakura und Tante Tsume Trost gefunden. Doch jetzt hatte sich seine Zukunft verändert...sehr verändert.
Tsume löste sich aus der Umarmung, behielt ihre Hände jedoch an Karutos Armen, als fürchtete sie, er könnte wieder verschwinden.
"Du weißt, Du bist immer wie ein zweiter Sohn für mich und es wäre schrecklich, wenn wir dich verlieren würden! Dieser Traum...war so schrecklich real..."
"Beruhige dich, Tante. Es war nur ein böser Traum. Weißt Du, wo meine Eltern sind?"
"Alle haben sich im Besprechungsraum des Hokageturms versammelt. Es steht eine wichtige Sitzung an. Ich muss nur noch einige Unterlagen holen, dann komme ich nach."
"Okay. Bis später!"

Beide Inuzukas sahen dem davoneilenden nach.
"Ich wusste gar nicht, das Du den selben Alptraum hattest." brummte Kuromaru.
"Was, Du auch?"

Dann kam das turmartige Gebäude in sicht. Die Wachen ließen ihn ohne Probleme passieren. Karuto eilte weiter, in Richtung der Tür, hinter der er eine Ansammlung von Chakra-Auren orten konnte, darunter auch die seiner Eltern.
Alle Anwesenden fuhren erschrocken herum als beide Türen aufflogen und Karuto in den Besprechungsraum stürzte. Keuchend kam er zum Stehen. Da waren sie alle. Naurto mit den Insignien des siebten Hokage, zu seiner Rechten Son-Goku, zu seiner Linken Vegeta. Sensei Kakashi. Sensei Kurenai und ihr Sohn Asuma. Sensei Gai, der wie immer über das ganze Gesicht strahlte. Sogar Tarles, sein Leibwächter war anwesend. Der Halbsayajin bemerkte wie dem dunkelhäutigen Krieger ein Stein vom Herzen fiel, das sein Schützling unversehrt war. Und auch Sakura, die der Halbsayajin liebevoll "Tante" nannte, war anwesend. Genau so wie Lee, Hinata, Kiba und Akamaru, der bellte und freudig mit dem Schwanz wedelte.
Doch Karuto hatte in diesem Moment nur Augen für einen. Den Hokage, seine Mutter. Er stürzte auf sie zu und warf sich in seine Arme.
"Ho! Karuto, nicht so stürmisch, mein Kleiner! Wo warst Du denn die ganze Zeit? Wir haben uns alle Sorgen um dich gemacht, echt ! Selbst Tarles und der alte Kuromaru konnten dich nicht finden!"
Der Halbsayajin löste sich wieder halb aus der Umarmung und sah Naruto ins Gesicht.
"Warum weinst Du, Karuto? Hey, ist alles in Ordnung mit Dir?" fragte der Hokage verwundert.
"Mir fehlt nichts, Mutter. Ich-ich hatte einen furchtbaren Traum..Du warst an einem tückischen Herzvirus gestorben...ihr wart alle tot und Konohagakure dem Untergang geweiht...es war so schrecklich real!"
"Es war nur ein Traum, mein Sohn." sagte Son-Goku sanft und legte eine Hand auf Karutos Schulter.
"Und ich bin nicht an dem Herzvirus gestorben. Sakura hat doch ein Gegenmittel entwickelt das mich gerettet hat." lächelte Naruto und strich seinem Sohn durch die pechschwarzen Haare. Seit seiner Geburt verband Mutter und Sohn ein inniges Band, das über die Jahre immer stärker geworden war. Und so war es auch mit seinem Vater.
Kakashi räusperte sich, ehe er zu reden anfing.
"Wir waren gerade dabei zu besprechen, was mit Otogakure geschehen soll, jetzt, wo die Akatsuki nicht mehr existieren." sprach er.
"Die Akatsuki wurden vernichtet?"
"Ja, Du hast Pein doch selbst erledigt, als wir den letzten Angriff auf Konohagakure erfolgreich zurückgeschlagen haben. -Junge, bist Du vielleicht auf den Kopf gefallen, das Du dich nicht mehr erinnerst?" fragte Goku besorgt und legte den Kopf schief.
"Nein, Vater, ich erinnere mich wieder. Tut mir leid, bin noch etwas durcheinander von dem furchtbaren Alptraum."
Karuto konnte es nicht fassen. Es hatte sich einiges in der Zukunft verändert. Zum positiven. Er hatte zwar keine Erinnerungen and das was sie so verändert hatte, doch er würde es herausfinden.
Im nächsten Moment flog abermals eine Tür auf und ein Junge von etwa acht Jahren stürmte in das Zimmer und drängelte sich nach vorne. Er hatte einen blonden Haarschopf und mausgraue pupillenlose Augen.
"Großer Bruder! Du bist wieder da!" rief er und umarmte ihn. Karuto konnte es nicht fassen. Jetzt hatte er auch noch einen kleinen Bruder! Was für Überraschungen warteten noch in dieser veränderten Zukunft auf ihn?
"Taro, Du kannst doch nicht so einfach in den Besprechungsraum stürmen!" tadelte Hinata. Naruto schüttelte lächelnd den Kopf. Karuto wusste vom ersten Augenblick an als er den munteren Jungen erblickte, wer die Elternteile dieses Kindes waren. Er wusste, das Hinata schon immer etwas für seine Mutter empfunden hatte. Waren die Beiden also doch noch zusammengekommen. Wie Shikamaru und Temari. Aber die Sannin der vorigen Generation fehlten. Jiraiya und Tsunade. Und wer war der weißhaarige Jugendliche mit dem ebensofarbigen Affenschwanz, der neben Vegeta stand und dem Sayajinprinzen und Jiraiya irgendwie ähnelte?
Hinter Naruto tauchte plötzlich eine weitere Gestalt auf, die sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hatte. Das pechschwarze Haar war von weißen Strähnen durchzogen die dunkeln Augen blickten seltsam leer auf die Neuankömmling. Erst jetzt erkannte Karuto das der Mann blind war. Er trug einen dunkelblauen Yukata, auf der rechten Schulter saß ein brauner Falke auf einem aufgenähten Schulterpolster.
"Sasuke...?"
"Oh, Du erkennst mich also noch? Sehr schön, ich dachte, dein seltsamer Alptraum hätte dich auch mich vergessen lassen, kleiner Dobe."
"Aber was ist mit deinen Augen...."
Naruto seufzte und war einen hilfesuchenden Blick zu Sakura, die nur die Schultern zuckte.
"Karuto, Sasuke hat sein Augenlicht verloren, weil er das Magenkyou-Sharingan zu oft eingesetzt hatte. Es läßt seinen Träger mit der Zeit erblinden. Sasuke hat sein Augenlicht geopfert um mich aus den Händen Madaras zu retten, weißt Du das nicht mehr?" erklärte Naruto.
"Ääh...oh mist, natürlich! Bitte entschuldigt vielmals meine Verwirrtheit! Dieser blöde Alptraum!" log Karuto und kratzte sich verlegen grinsend hinter den Kopf. Sasuke war wieder nach Konoha zurückgekehrt? Kami, es würde nicht leicht werden, sich in seiner neuen Zukunft zurecht zufinden.
"Und Du weißt doch, Taka sieht jetzt für mich. Er ist mein Vertrauter Geist." lächelte der Uchia und der Falke stieß einen leisen Ruf aus.
"Na klar. Du bist mit ihm verbunden. Du siehst durch seine Augen." nickte der Halbsayajin.
"Richtig, kleiner Dobe. Du stehst gerade vor mir und machst ein ziemlich dummes Gesicht."
Die Anwesenden lachten leise.
Karuto wußte im Moment nicht, ob er lachen oder weinen sollte.
Auf jeden Fall musste er herausfinden, was sich durch seine Reise in die Vergangenheit verändert hatte. Doch dazu würde er in den Nächsten Tagen Zeit haben. Für ihn zählte nun nur das hier und Jetzt. Und diese Zukunft war auf jeden Fall besser als jene, in welcher er aufgewachsen war.


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