14. Wettlauf mit der Zeit

Die beiden Shinobi sahen auf, als sich Kabuto vor ihnen materialisierte.
"Orochimaru hat befohlen, das Kind an einen sicheren Ort zu bringen. Er hat mich damit betraut. Ihr sollt euch bei Orochimaru melden."
"Jawohl." nickte einer der Jo-Nin und trat beiseite. Kabuto trat an das Bettchen und holte den schlafenden Kleinen heraus.
"Er wird für die nächsten Stunden weiterschlafen. Das Jutsu wirkt noch eine ganze Weile."
"Sehr gut." nickte Kabuto lächelnd. "Los, bewegt euch! Das Versteck wird geräumt! Orochimaru befindet sich in der unteren Ebene!"
"Jawohl, Meister Kabuto."
Der weißhaarige Shinobi verließ den Raum und eilte eine steinerne Treppe hinab. Erst als er ein paar Ecken entfernt war, veränderte er mit einem leisen Knall seine Gestalt. Es war Sasuke, der sich in Kabuto verwandelt hatte.
"Du weißt, das mich das meinen Kopf kosten kann, kleiner Dobe! Ich muss total verrückt sein, die beiden hinters Licht zu führen. Andererseits aber..."
Der Uchia grinste amüsiert und eilte weiter.

Orochimaru machte sich für einen Überaschungsangriff auf die Eindringlinge aus Konoha bereit, als er schnelle herannahende Schritte vernahm. Er fuhr herum und zog erstaunt die Augenbrauen hoch.
"Was habt ihr denn hier zu suchen?'! knurrte Orochimaru finster, als er die beiden Jo-Nins angelaufen kommen sah.
"Wir sollten doch zu ihnen kommen, weil das Versteck geräumt wird. Meister Kabuto hat es uns aufgetragen. "
"Wie bitte?!"
Beide Jo-Nins zuckten zusammen, als sie den drohenden Blick ihres Meisters bemerkten.
"Mir schwant Schlimmes..." knurrte Orochimaru.
"Kabuto hat den Kleinen abgeholt. Er will ihn in ein das südliche Versteck bringen." erklärte einer der Jo-Nins stockend.
"Aber Ihr solltet Ihn begleiten!-KABUTO!!" brüllte der bleiche Sannin.
Orochimarus rechte Hand erschien in einer Rauchwolke. Dann entdeckte auch er Karutos Aufpasser.
"Was macht Ihr denn hier? Ich war gerade im Raum und niemand war mehr da! Ihr solltet doch das Kind bewachen!"
"Soll das etwa heißen..." knurrte der bleiche Sannin, sein Gesicht verzog sich zu einer zornigen Fratze.
Dann fiel auch bei Kabuto der Groschen.
"Das war ein Gen-Jutsu, ihr Idioten!! Einer unserer Feinde hat sich in mich verwandelt!" fluchte er und hieb mit der Faust gegen die Mauer."Ihr habt euch das Kind mit einem billigen Trick abluchsen lassen! Ich fass es nicht!"
In diesem Moment wussten die beiden Shinobi, das sie ihr Leben verwirkt hatten....

"Naruto..." knurrte Orochimaru, während Kabuto seine Schriftrolle der gefangenen Seele wieder zusammenrollte. Von nun an gehörten die beiden Oto-Jo-Nin zu seiner Sammlung.
"Der Bengel ist zu so einer perfekten Verwandlung nicht fähig. Er kann sich ja überhaupt nicht mehr verwandeln. Das muss ein Anderer von den Konoha -Shinobi gewesen sein. Das Kind ist jetzt sicher schon in Sicherheit."
Beide Shinobi eilten in die zentrale Halle, die genau im Mittelpunkt des Habichtsberges lag. Dort warteten bereits zwei spezial Jo-Nin.
"Wenn ich dieses Kind nicht haben kann, soll es keiner haben!" grollte Orochimaru und gab den   Beiden ein Zeichen. Diese vollführte einige Fingerzeichen und schlugen die rechte Handinnenfläche auf den Boden.
"Erdversiegelung! Fließende Wellen!" riefen beide Shinobi synchron. Sofort begannen sich die Wände, die Decke und der Boden zu verformen, Putz und Mauern zerbarsten und bröckelten. In wellenförmigen Bewegungen pflanzte sich das zerstörerische Jutsu durch das ganze Versteck fort.
"Wollen Sie einfach den Kleinen aufgeben?"
"Es werden sich noch andere Gelegenheiten ergeben! Die Shinobi können Ihn nicht für immer beschützen! Wir haben ja deine Untersuchungsergebnisse. Und außerdem ist da noch Sasuke..." Der Sannin grinste diabolisch.
"Ach so, ja..." grinste Kabuto zurück. Beide Körper lösten sich in einem wirbel von Flammen auf.

Nicht weit entfernt...
"Was ist das?" rief Goku besorgt.
Yamato legte ein Ohr an die Mauer und lauschte. Im nächsten Moment zuckte er zusammen.
"Ein Erd-Element-Jutsu! Und ein zerstörerisches dazu! Jemand bewegt die Erdmassen, das sie den ganzen Komplex hier zum Einsturz bringen!"
"Kannst Du dagegen wirken?"
"Ich kann die Zerstörung nicht aufhalten! Der Stärke nach wird dieses Jutsu von zwei Erdelement-Nutzern ausgeführt!" knurrte Yamato. Wenn dieseWellenbewegungen sich weiter so fortbewegen, wird noch der ganze Berg einstürzen!"
"Verschaff uns wenigstens etwas Zeit!" rief Shikamaru.
"Ich versuchs!" knurrte Yamato und versuchte mit seinen Holz-und Erdelement-Jutus gegenzuwirken.
"Wir müssen hier raus!" rief Jiraiya.
"Und Karuto?" fragte Naruto besorgt.
"Ich glaube nicht, das der Kleine noch hier ist! Sonst würde Orochimaru nicht zu solch einem Mittel greifen! Er will uns unter Tonnen von Fels begraben!"

Fieberhaft arbeitete Yamato daran, Durchlässe zu schaffen, um ins Freie zu gelangen.

Dajita beobachtete mit wachsender Sorge das Geschehen unter sich, während sie mit Ihrem Habicht den Berg umkreiste.  
"Der Habichtsberg stürzt ein! Orochimaru hat Ishigo und Matoku die Erdversiegelung befohlen! Oh nein, Akachi! Unsere Heimat..." seufzte sie.

"Da vorne gehts raus! Ich sehe Licht!" rief Goku, der ein Loch in die Felsen vor sich geschossen hatte. Die Gruppe schlüpfte nach draußen.
"Mist! Wir sind noch zu weit oben! Wir müssen zum Fuß des Berges kommen!" rief Yamato. Gemeinsam rutschte und schlitterte der Ninja-Trupp die noch immer bebenden und sich bewegenden Felswände nach unten, immer auf herumstürzendes Geröll achtend. Dabei wurde Sakura von den Anderen getrennt. Immer wieder musste sie Felsblöcke zertrümmern, welche mit ihr zu Tal sprangen.
Immer weiter sank der Berg in sich zusammen, bis er schließlich mit einem gewaltigen Rumpeln und Grollen zur Ruhe kam, eine große Staubwolke hing in der Luft. Und mitten zwischen den Trümmern kletterten immer noch die Konoha -Shinobi umher.
"Verdammt! Wo ist dieser Orochimaru! Wir müssen Karuto wieder zurückholen!" fluchte Tsume.
Einer der verärgerten, riesigen Habichte stürzte auf Kotetsu zu, der bereits mit seiner Spezialkeule ausholte.
"Killua! Nein!"
Ein schriller Pfiff ließ den Angriff des Raubvogels stoppen, der Habicht schoß über die Shinobi hinweg, änderte seine Richtung und schraubte sich wieder in den Himmel.

Sakura versuchte, wieder den Anschluß an Ihr Team zu finden. Dabei übersah sie eine Felsspalte und wäre beinahe hineingestürzt, wenn nich eine feste Hand sie am Handgelenk ergriffen und auf sicheren Boden gezogen hätte.
"Danke-"
Die Konoichi erstarrte. Zwei schwarze kalte Augen blickten Ihr entgegen.
"Sasuke!" hauchte sie.
Vor Ihr stand der Uchia und starrte sie reglos an. Im linken Arm hielt er den schlafenden Karuto.
"Hier. Bring den Kleinen zu seiner Mutter zurück. Sie wird ihn sicher schon vermissen."sagte er plötzlich und schob ihr das Baby in die Arme.
"Sasuke...aber wieso..." murmelte Sakura.
"Steh nicht so rum! Bring Karuto in Sicherheit!"
"Warum tust Du das?"
"Ich-ich weiß es selbst nicht. Geh jetzt, befor ich es mir anders überlege! Und hört auf, nach mir zu suchen!"
Und schon war der dunkelhaarige Uchia wieder verschwunden.
"Sasuke!"
Traurig blieb sie zwischen den Felsen stehen und seufzte traurig. Aber wenigstens hatten sie Karuto wieder, das war im Moment das Wichtigste. Sakura lächelte. Offenbar war der Uchia doch nicht so kaltblütig.
Dann entdeckte sie Narutos blonden Schopf zwischen den Felsen und durch die sich legende Staubwolke. Erleichtert lief sie auf die Gruppe zu.

Sasuke blieb stehen und blickte noch einmal auf den zusammengebrochenen Berg zurück.
"Leb wohl, kleiner Dobe. Ich hoffe, wir müssen eines Tages nicht gegeneinander kämpfen." murmelte er. Als er aus der Ferne Naruto entdeckte der wieder seine alte Gestalt hatte, lächelte er etwas. "Und der große Dobe ist auch wieder der Alte. Dann hab ich hier nichts mehr verloren."
Wie von Orochimaru angewiesen schlug er den Weg zum südlichen Versteck ein.

"Sakura! Wir sind hier!" rief Kiba und winkte.
"Hey, was hat sie da im Arm? -Das ist Karuto!" rief Goku.
Narutos Herz machte einen Sprung. Er und Goku liefen der Rosahaarigen entgegen. Uzumaki weinte fast vor Erleichterung, als er wieder seinen Sohn in den Armen hielt, der noch immer friedlich schlief, als wäre nichts geschehen.
"Mein Kleiner! Endlich habe ich dich wieder! Sakura, ist alles mit Karuto in Ordnung?"
"So wie ich das sehe, ja."
"Wo hast Du Ihn gefunden?"
"Sasuke hat ihn mir gegeben."
"WAS?"
Die anderen konnten es nicht glauben.
"Heh, dann hatte dieser Uchia wohl ein schlechtes Gewissen..." grinste Vegeta.

Plötzlich fiel ein großer Schatten auf die Shinobi.
"Achtung!"
Zu spät kam Izumos Warnung, der riesiege Habicht schoß mitten in die Gruppe, die großen Flügel und der Windstoß fegten die Konoha-Shinobi zu Boden. Naruto wurde Karuto aus den Händen gerissen und ein krallenbewerhter Habichtsfuß stieß Ihn zur Seite. Hart schlug er auf den Felsen auf.

Triumphierend hielt Kayoku den schreienden Karuto über seinen Kopf.
"Jetzt werde ich mich dafür rächen, das Ihr meine Nightwing Einheit vernichtet habt, verdammte Konoha-Bastarde! Und es ist mir egal ob Orochimaru das Balg haben will oder nicht! " rief der Oto und zückte einen Kunai, während sein Habicht rasch an Höhe gewann. Plötzlich aber erstarrte der Mann mitten in der Bewegung, auf sein Gesicht trat ein ungläubiger Blick. Er kippte nach vorne, und von seinem Reittier, Vegeta sprang und bekam das fallende Bündel zu fassen.
Kayokus Körper landete mit einem dumpfen Aufprall zwischen den Felsen.
Izumo erreichte Ihn als erstes. Mehrere Wurfsterne und ein Kunai steckten in seinem Rücken.
"Der ist erledigt. Aber wer..?"
"Da!" rief Kotetsu und wies nach oben.
Dajita kreiste immer noch mit den Habichten am Himmel. Eine Weile sah sie auf die Shinobi herab als ringe sie mit einer Entscheidung. Dann ein Pfiff.
"Hita! Killua! Und Ihr anderen! Folgt mir!" rief die letzte der Nightwing. Die Habichte sammelten sich um sie und ihr Reittier und zogen dann ab.
"Sollten wir sie nicht verfolgen?" meinte Izumo.
"Ich glaube nicht, das sie zu Orochimaru zurückkehrt. " bemerkte Jiraiya. Ein herabsegelndes Oto-Stirnband bestätigte kurz darauf seine Vermutung. Dajita hatte den Dienst quittiert.
"Folgt mir meine geflügelten Brüder und Schwestern. Wir werden uns eine neue Heimat suchen, wo wir in Frieden leben können." rief sie und hielt auf das Reich der Felsen zu.

Damit durfte unsere Mission wohl beendet sein." meinte Goku.
Jiraiya nickte.
"Zu dumm, das wir Sasuke nicht auch zurückbringen können. Aber er ist wieder mal entwischt." ärgerte sich Naruto.
"Er sagte mir, wir sollten nicht mehr nach Ihm suchen..." murmelte Sakura traurig.
"Pah, von wegen! Er ist immer noch ein Abtrünniger und Verräter! Er wird seiner Strafe nicht entgehen!" knurrte Tsume.
"Ich geb nicht auf! Ich bringe Sasuke zurück! Irgendwie.." bemerkte Naruto.
"Und ich helfe Dir dabei." nickte Goku. "Aber zuerst müssen wir an Karuto denken."
Uzumaki nickte.

Tsunade war angenehm überrascht, als von Narutos Rückverwandlung hörte. Natürlich beorderte sie eine sofortige Untersuchung. Doch vor allem freute Sie sich, das Karuto wieder wohlbehalten nach Konoha zurückgekehrt war.
Murrend ließ Naruto alle Untersuchungen und Tests über sich ergehen. Aber nur weil Goku und Karuto ständig an seiner Seite waren.
"Kyuubis Chakrakonzentration hat also die Strahlung, die Narutos Chakrapunkte kontaminiert hat, quasi von innen herausgetrieben?"
"So könnte man es nennen, Sakura. Mit heilender Chakrakonzentration wäre das nicht möglich gewesen. Aber von innen heraus und mit der richtigen Stärke, wie nur Kyuubi sie hat, hat es geklappt. Und auch die Rückverwandlung war wieder möglich." erklärte Tsunade.
"Quasi wie eine Verstopfung, die durchgepustet wurde?" fragte Goku.
"Toller Vergleich! Verstopfte Chakrapunkte!" knurrte Naruto.
"Aber warum ist das nicht schon früher passiert?"fragte Sakura.
"Ich habe seit wir von Hoshigakure zurückkehrten, das Sexy-no Jutsu nicht mehr eingesetzt. Erst als wir durch diese Erstarrung festsaßen.."
"Und Du direkt Dakoru ausgesetzt warst...."
"Stimmt. Das muss die Blokade eingeleitet haben." nickte Tsunade.

In Konoha kehrte das normale Leben zurück. Alle Schäden der Nightwing waren bald repariert, nur die Wachen an den Toren und der Mauer wurden verstärkt, falls Orochimaru es noch einmal wagen sollte, einen Angriff auf das Dorf zu starten. Doch es blieb friedlich.
Aber für Tsunade gab es noch ein Problem. Deshalb rief sie drei Wochen später die jungen Eltern in ihr Büro. Sensei Iruka und Kakashi waren ebenfalls anwesend.
"Naruto, ich habe entschieden, Karuto in eine erfahrene Familie zu geben, die sich um seine Erziehung kümmern wird." erklärte die Hokage.
"WAS? Oma Tsunade, das kann nicht dein Ernst sein!"rief Naruto entsetzt.
"Ihr beide seid noch zu jung und euch der Verantwortung noch nicht richtig bewusst! Außerdem sind da ja noch eure Missionen!Ihr müsst weiter Erfahrungen sammeln, wenn Ihr Chunnin oder gar einmal Jo-Nin werden wollt! Wie wollt ihr das alles unter einen Hut bringen?"
"Sie können uns Karuto nicht wegnehmen! Wir beide sind ohne Eltern aufgewachsen! Soll dieses Schicksal unserem Kleinen nun auch blühen?" rief Goku.
"Ich gebe meinen Sohn nicht her! Ich bin immer noch seine Mutter, auch wenn ich jetzt wieder zurückverwandelt wurde!" knurrte Naruto drohend. "Wenn Du das tust, werde ich aus Konoha fortgehen!"
"Und ich gehe mit ihm!"stimmte Goku zu."Lieber quittieren wir unseren Dienst, als Karuto in fremde Hände zu geben!"
"Redet doch keinen Unsinn! Wie wollt ihr da draußen alleine Karuto vor Orochimaru und seinen Handlangern schützen!"
"Ich bin ein Sayajin! Wenn es um meinen Sohn geht, nehme ich es mit allen auf!" grollte Goku.
"Du kannst einem Sayajin kein Kind ohne einen Kampf wegnehmen! Willst Du es darauf ankommen lassen, Tsunade?" fragte Vegeta.
Die Hokage wusste, das dies passieren würde. In dieser Hinsicht waren die Beiden wirklich dickköpfig.
"Ihr beide werdet es niemals schaffen, Karuto großzuziehen. Noch nicht. Ihr seid noch nicht einmal ganz erwachsen. Irgendwann werdet ihr überfordert sein!"
"Wir werden es Dir beweisen, Oma Tsunade! Habe ich mich die letzten Monate nicht vorbildlich um meinen Kleinen gekümmert? War ich nicht immer für ihn da? Habe ich nicht mein Leben riskiert, für ihn gekämpft, trotz das ich meine Künste nicht ausführen konnte?"
"Das stimmt, aber-"
"Tsunade, die beiden sind nicht alleine. Wir alle, das Dorf wird sich um den Kleinen kümmern." erklärte Iruka, der von seinem Platz aufgestanden war und zu der kleinen Gruppe trat. "Es soll keinem Kind noch einmal so ergehen wie Naruto."
Kakashi nickte nur. Ihm gefiel es auch nicht, was Tsunade vor hatte.
"Danke, Sensei Iruka." lächelte Uzumaki.
Im nächsten Moment stürmte Tsume in den Raum. Ihr folgten fast alle Rookies und deren Teamleiter. In kurzer Zeit war das Hokagebüro gerammelt voll.
"Tsunade, ist das wahr, was ich gehört habe? Du willst Naruto das Kind wegnehmen?" fragte das Inuzuka- Clansoberhaupt drohend.
"Tsume, ich-"
"Du weißt ganz genau, was ich davon halte! Ein Kind gehört zu seinen Eltern!"Dann wandte sie sich an Naruto und Goku." Hört zu, ihr beiden. Ihr könnt immer mit meiner Hilfe rechnen, wenn ich nicht gerade auf Mission bin."
"Das wissen wir zu schätzen, Tsume."lächelte Goku. "Und ich weiß, das dein Clan alles tun würde, um unseren Sohn zu beschützen."
"Richtig. Wenn beide Elternteile auf Mission sind, passt einer von uns auf den Kleinen auf. So war es doch schon immer. Die Gemeinschaft sorgt für die Kinder." erklärte Hinata.
"Damit bin sogar ich einverstanden." nickte Kakashi.
"Ge-nau! Jeder von uns würde sich mit Freuden um den kleinen Burschen kümmern!" posaunte Sensei Gai heraus und warf sich in Pose. Lee imitierte seinen Sensei und posaunte:"Ja-wohl! Ich kann ein toller Babysitter sein! Mit der Kraft der Jugend für die Jugend der Zukunft!"
Vegeta rollte mit den Augen. Die Beiden in ihren grünen Strampelanzügen waren wirklich unmöglich.
Tsunade seufzte und massierte sich die Nasenwurzel.
"Naruto, ich möchte Dich kurz unter vier Augen sprechen."
Uzumaki nickte und gab Karuto an Goku ab.
"Keine Sorge. Ich lass das nicht zu!" zischte Naruto und rieb seine Nase an Karutos Wange. Kami, es würde Ihm das Herz brechen, wenn er seinen Sohn weggeben müsste. Dann folgte er Tsunade in einen kleinen Nebenraum.
"Du bist jetzt sicher sauer auf mich, aber ich bin doch-" begann Naruto.
"Naruto! Würdest Du mir bitte zuhören!" rief Tsunade ärgerlich. Uzumaki senkte den Kopf und verstummte. Plötzlich merkte er, wie sie ihre Hände auf seine Schultern legte. Er sah sie an.
"Ich hätte nicht gedacht, das Du solche starken Mutterinstinkte entwickeln würdest. Und selbst jetzt hast Du sie immer noch. Ich habe dich immer wieder beobachtet. Ich hatte immer befürchtet, Du würdest keine gute Mutter werden, so wie Du dich immer aufführst, aber Karuto ist ein Segen für dich. Durch ihn hast Du gelernt, was es heißt, Verantworung zu tragen. Du bist vernünftiger geworden und bis jetzt hast Du mich nicht enttäuscht. Mach weiter so und wenn Du Hilfe brauchst, zögere nicht mich oder jemand anderen zu fragen."
"Wie-dann darf ich Karuto behalten?"
"Ja, Gaki. Ich war mir noch nicht ganz sicher, doch jetzt weiß ich, das Ihr alle zusammenhaltet, wenn es um Karuto geht. Hn, vor allem Tsume hätte mir den Kopf abgerissen, wäre ich bei meinem Standpunkt geblieben."
"Danke, Oma Tsunade!" lächelte Naruto. "Ich werde dich nicht enttäuschen! Karuto ist jetzt mein Ein und Alles und ich möchte ihn niemals weggeben."


Und so wurde Karuto, als er acht Monate alt war, langsam daran gewöhnt, auch einige Zeit ohne seine Mutter bei anderen Leuten zu bleiben, die auf ihn achtgeben würden, wenn Naruto und Goku auf Mission waren. Der Kleine gewöhnte sich schnell daran, wenn sich auch andere Bekannte um ihn kümmerten, besonders Kibas Mutter Tsume hatte den Kleinen ins Herz geschlossen. Und auch die wölfischen Brüder und Schwestern des Inuzuka -Clans waren von Anfang an von dem Kleinen sehr angetan. Karuto zeigte schon sehr früh seine Liebe zu Tieren, die er von seinem Vater Goku geerbt hatte.
Aber auch Narutos gleichaltrige Kameraden waren gute Babysitter. So lernte der Kleine nach und nach alle wichtigen Mitglieder kennen -und mögen. Und selbst Shizune und Tsunade scheuten sich nicht, den Kleinen für einige Zeit bei sich aufzunehmen, wenn es ihre Zeit erlaubte.
So kam Karuto zu einer ganzen Menge Tanten und Onkels, wie er sie gerne nannte. Aber Tsume wurde seine Lieblingstante. Und selbst der alte, mürrische Kuromaru schloß Karuto ins Herz. Oft schlief er lieber an der Seite des großen Wolfshundes als in seinem Bettchen, wenn er bei Tsume zu Besuch war. Oder mit den Haimaru-Drillingen zusammengerollt in einem Knäuel in deren großen Hundekorb.
"Sieh Dir das nur an, Mutter. Wenn er so weitermacht, wird er mehr ein Hund als ein Mensch." lächelte Hana.
"Das Band zwischen ihm und unseren Nin-Ken ist sehr stark. Sollte den Eltern des Kleinen je etwas zustoßen, was ich natürlich nicht hoffe, doch sollte dieser Fall eintreten, wird unser Clan ihn adoptieren."
Hana nickte.

Auch Sensei Kurenai nahm Karuto oft zu sich, wo er mit dem kleinen Asuma spielen konnte. Die Beiden wurden mit den Jahren fast so brüderliche Freunde wie Naruto und Goku.

Drei Monate später, im Gefängnis von Konoha...
Tsunade suchte eine Zelle im hintersten Bereich des Gefängnisses auf. Hier befanden sich die gefährlichsten Gefangenen.
"Tarles, ich möchte Dir einen Vorschlag machen."
Der dunkelhäutige Gefanene sah auf. Er trug nun Häftlingskleidung, weil Naruto ihm damals nachdem er ihn mit einem Rasengan erledigt hatte, die Kleider geklaut hatte, weil er Schuld war, das seine durch die Verwandlung als Wehrkyuubi kaputtgegangen waren.
"Oh, die Herrin von Konohagakure beehrt mich!" meinte dieser sarkastisch.
"Schweig, Unterklassewurm!"
Tarles hob verwundert den Kopf. Diese herrische Stimme kannte er! Und sie hatte in seiner Sprache gesprochen! Eine zweite, kleinere Person war neben dem Hokage erschienen. Der Sayajin glaubte nicht richtig zu sehen.
"Prinz Vegeta? Ihr seid noch am Leben?"
"Das bin ich. Und nun hör zu, was Dir die Hokage zu sagen hat!"
"Jawohl, mein Prinz. Vergebt mir." Tarles neigte demütig den Kopf.
"Ich brauche einen Leibwächter für eine Famile in meinem Dorf. Besonders für ein Kind. Orochimaru, unser größter Feind, darf es nicht in seine Gewalt bekommen!" erklärte Tsunade.
"Ich würde das Angebot annehmen. Du sitzt ja schon fast zwei Jahre hier." bemerkte Vegeta. "Aber sei gewarnt! Ich und die Anbu werden dich immer im Auge behalten! Nur ein Fluchtversuch oder ein krummes Ding und Du bist dran!"
"Ich verstehe. Ich nehme euer Angebot an, Herrin von Konohagakure. Es leben bereits zwei aus meinem Volk hier, demnach kann dieser Ort nicht so schlecht sein, ihn als neue Heimat zu erwählen."
"Ach ja und noch etwas: Keine Flirts mit Frauen!" sagte Tsunade streng.
"Was? Nicht mal in meiner Freizeit? Darf ich mir nicht mal ne Freundin anlachen? Soll ich ewig Single bleiben?" maulte Tarles.
"Beweise uns erst deine Loyalität und wenn Du deine Arbeit gut machst, werde ich Dir eines Tages erlauben, eine Gefährtin zu suchen."
"Seufz! Also gut."
So wurde Tarles Karutos Leibwächter.Immer war Tarles in seiner Nähe. Er wurde Karutos heimlicher Schatten.

"Ich freue mich, das wir uns wieder lieben können, ohne Angst zu haben, das was passiert." flüsterte Naruto und knabberte sanft an Gokus Ohr.
"Ich würde gerne noch mehr..."
"Etwa-wieder mit mir schlafen?"
Goku nickte und errötete etwas.
"Du weißt, das da inzwischen mehr zwischen uns ist, als brüderliche Liebe..."sagte er.
"Und Du willst wieder der Dominante sein!" schnaubte Naruto verärgert. "Vielleicht will ich auch mal beim Sex obenauf sein!"
"Kleiner Baka. Dann darfst Du eben zuerst."
"Du willst wirklich?"
"Zeig mir, was Du von unserem perversen Bergeremiten abgeguckt hast." grinste der Sayajin.
"Ich hab gar nix abgeguckt!"
"Aber ich hab dich in seinen Icha-icha-Büchern blättern sehen..." zog Goku Naruto auf.
"Hab ich nicht!-Na warte!"
Und bald darauf ging es im Bett der Beiden hoch her. Tarles, der gegenüber auf einem Dach die Wacht hielt, schüttelte grinsend den Kopf, sein weißer Umhand flatterte im lauen Nachtwind.


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